“Unsere Bedürfnisse stehen im Fokus”

Landesstatthalterin Schöbi-Fink sieht weitere Chancen für das am Weg zur Uni gescheiterte Konservatorium.
Feldkirch, Bregenz Wie in der gestrigen Ausgabe berichtet, erfüllt das Vorarlberger Landeskonservatorium Teilbereiche in zwei von 13 Akkreditierungskriterien zur Umwandlung in eine Privatuniversität nicht. Mit den Fakten konfrontiert, erklärte die für Bildung zuständige Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink im Gespräch mit den VN, dass das Thema von politischer Seite damit nicht abgehakt sei. Ein weiteres Ansuchen in ein paar Jahren erachtet sie für möglich, außerdem eröffne die seit Jänner dieses Jahres geltende gesetzliche Grundlage dem Institut auch als Hochschule jene Ausbildung anzubieten – unter Umständen bis hin zum Doktorat -, die für die Region dringend notwendig ist.
Eigentliches Ziel ist erreichbar
“Unsere Bedürfnisse stehen im Fokus”, betonte sie. Man brauche auch Schulmusiker für die Pflicht-, Mittelschulen und Gymnasien und konnte diesen Studiengang bislang im Land nicht anbieten. Der Pädagogenmangel könne bald auch nicht mehr durch Anwerbungen von Studienabgängern aus den anderen Bundesländern oder dem Ausland ausgeglichen werden. Dieses eigentliche Ziel hatte Konservatoriumsdirektor Jörg Maria Ortwein im Zusammenhang mit dem Akkreditierungsverfahren bereits einmal gegenüber den VN präzisiert. Für Schöbi-Fink ist es erreichbar, denn man habe trotz der nun gescheiterten Akkreditierung gute Voraussetzung für die Umwandlung zur Hochschule und das Thema Universität ist, wie erwähnt, noch nicht ad acta gelegt. Schöbi-Fink: “Diese Option bleibt offen.” Die Kosten seien überschaubar. Das Land wendet für das Konservatorium rund sechs Millionen Euro auf, der Finanzierungsplan für die Umwandlung sieht einen leichten Anstieg vor. Der Grüne Wissenschaftssprecher Daniel Zadra drängt darauf, die Chancen im 4-Länder-Eck durch die intensive Zusammenarbeit mit Universitäten im Bodenseeraum zu nutzen.
„Ein mittelfristiges und wichtiges Ziel ist es, das Fach Schulmusik anbieten zu können.“