Österreichische Kunst erreicht Rekordpreise

Wien, Philadelphia Ein großartiges Werk des österreichischen Künstlers Carl Moll (1861-1945) erreichte bei einer Aktion in Philadelphia den Rekordpreis von 4,75 Millionen Dollar. Wie der Vorarlberger Kunsthistoriker Tobias G. Natter im Gespräch mit den VN berichtet, ist der Wert damit um ein Mehrfaches gestiegen.
Natter hatte vor mehr als 20 Jahren eine Moll-Ausstellung im Belvedere kuratiert. Das Gemälde „Weißes Interieur“ aus dem Jahr 1905 repräsentiere wie kaum ein anderes die Kunstblüte in Wien um 1900. Es war 1908 in einer legendären Kunstschau neben Arbeiten von Klimt zu sehen, bietet einen Einblick in einen Salon und steht für den Wiener Jugendstil sowie die Idee vom Gesamtkunstwerk. Der hell eingerichtete Raum steht im Kontrast zum Historismus, der damals noch gängig war. Dokumentiert sind über die Ausstattung zudem die Ideale der Wiener Werkstatt oder die Faszination des Japonismus. VN-cd