Benjamin Quaderer mit Literaturpreis geehrt

Kultur / 17.02.2021 • 16:00 Uhr
Benjamin Quaderer mit Literaturpreis geehrt
Quaderer wurde kürzlich im Rahmen der VN-Initiative “50 Köpfe von morgen ” geehrt. JENS OELLERMANN

Der Vorarlberger erhält den Preis für seinen Debütroman “Für immer die Alpen”.

Feldkirch, Salzburg Der mit 10.000 Euro dotierte Rauriser Literaturpreis 2021 geht an den in Feldkirch geborenen und in Liechtenstein aufgewachsenen Autor Benjamin Quaderer für sein Romandebüt “Für immer die Alpen”. Die Jury lobte das Romandebüt “Für immer die Alpen” von Benjamin Quaderer als “ebenso unterhaltsam wie tiefsinnig und literarisch ambitioniert”. Der 31-jährige Autor, der kürzlich auch im Rahmen der VN-Initiative “50 Köpfe von morgen” ausgezeichnet wurde, zeichne ein “mutiges Porträt voller kritischer Schärfe seiner Heimat Liechtenstein. Das Debüt zeugt von großer literarischer Reife. Es ist ein Wurf”, heißt es in der Begründung. Sein von den ­Medien viel gelobtes Romandebüt ist eine Nahaufnahme der seltsamen Sitten und Gebräuche im winzigen Fürstentum Liechtenstein, das vor allem als Bankenplatz und Schwarzgeld-Oase Berühmtheit erlangte.

Den mit 5000 Euro dotierten Rauriser Förderungspreis 2021 erhält der Tiroler Martin Mader für den Text “Abstand ist Überall”. Der Text besteche durch “Mut zur eigenen und eigenwilligen Form und zur sprachlichen Inszenierung”. Der Förderungspreis wird vom Land Salzburg und der Gemeinde Rauris gestiftet. Bei der Veranstaltung werden nicht nur die beiden diesjährigen Preisträger Quaderer und Mader ausgezeichnet, sondern mit Angela Lehner und Vanessa Graf auch jene des Vorjahrs. Weil die Literaturtage 2020 wegen des Lockdowns verschoben werden mussten, wird die Ehrung nun nachgeholt.

Die 50. Auflage des Literaturfestivals soll vom 7. bis 11. April vor Publikum, als Hybrid oder im Internet über die Bühne gehen. Erwartet werden bei den Lesungen Autoren, die in der Vergangenheit in Rauris ausgezeichnet wurden: Herta Müller, Bodo Hell, Maja Haderlap, Norbert Gstrein, Michael Köhlmeier oder Raoul Schrott.