“Wir möchten wieder Wissen vermitteln”

Leiter stehen parat für baldige Öffnung der Museen, die Wissen und emotionale Stärkung bieten.
Bregenz, Dornbirn Museen und Ausstellungshäuser seien zentrale Orte der Bildung, der kulturellen Vielfalt und der emotionalen Stärkung. In einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft seien sie wichtige Institutionen zur diversen Meinungs- und Identitätsbildung, denn sie fördern etwa pluralistisches Denken und sie bieten Ruhe, Erholung und Inspiration. Außerdem sollten sie als wesentliche Träger des Demokratiegedankens gesehen werden. Mit diesen Argumenten fordert beispielsweise die Schweizer Museumskonferenz die baldige Öffnung der Häuser. In Österreich konnte im November durchgesetzt werden, dass Museen und Ausstellungshäuser als äußerst sichere Orte mit dem allgemeinen Handel offen sind. Dieselbe Situation wiederholt sich nun. Als kulturpolitischen Auftrag sah Andreas Rudigier, Direktor des Vorarlberg Museum, die Zugänglichkeit des Bildungsangebots im Rahmen von Ausstellungsrundgängen, Objekt- und Bildbetrachtungen.
„Ab dem 9. Februar wieder geöffnet!“ prangt als Button auf der Website des Kunsthaus Bregenz. „Wenn Schulen offen sind, dann sollten auch Museen offen sein, es ist wichtig, dass die Kunst von den Menschen wahrgenommen werden kann“, erklärt Thomas Trummer, Direktor des KUB. Im Kunsthaus sei alles für die Öffnung parat: „Wir sind gut aufgestellt und brauchen nur das Licht einzuschalten.“ Die Ausstellung mit Arbeiten der österreichischen Künstlerinnen Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl hat er bis 5. April verlängert. Die Installation „Seasonal Greetings“ wurde im Dezember eröffnet und bietet ein theatralisches Erlebnis mit Aspekten aus Märchen, Kunst- und Kulturgeschichte sowie mit dem gegenwärtigen Alltag. Das Programm für das Jahr 2021 sei derzeit vom Lockdown noch nicht beeinträchtigt, bemerkt Trummer, die Pläne, die er vor zwei Monaten präsentierte hatte er bereits adaptiert. Er sei zuversichtlich, problematisch wäre es für ihn allerdings, wenn es zu einem vierten Lockdown kommt, von dem die Museen und Kunsthäuser dann wieder betroffen sind.
Wichtige Informationen
Peter Schmid, kaufmännischer Direktor des inatura in Dornbirn und damit der vom Publikum begehrtesten Museumseinrichtung in Vorarlberg, hofft auf eine baldige Öffnung. Man habe schon vor Monaten aufwendige Hygiene- und Sicherheitskonzepte entwickelt und strikt eingehalten. Das Publikum werde so geleitet, dass es zu keinerlei Ansammlungen kommt und das Desinfektionsmittel sei mehr oder weniger dauernd in Gebrauch. Das Haus sei in den Bereichen Natur und Kultur verankert und man bemerke definitiv ein großes Bedürfnis, um nicht zu sagen “einen großen Hunger” der Menschen nach einem Museumsbesuch. Erst im Herbst wurde eine Sonderausstellung zum Thema Klimawissen aufgebaut, in der natura sei somit alles bereit, um Wissen zu vermitteln und den Menschen gerade jetzt wichtige Informationen zur Umwelt zu bieten. VN-cd
„Wir bemerken ein großes Bedürfnis der Menschen nach einem Museumsbesuch.“
„Wenn die Schulen offen sind, dann sollten auch die Museen offen sein.“
