Deutsche Kulturszene setzt auf fiktiven Lohn

Kultur / 05.11.2020 • 19:33 Uhr

Berlin Mit der Anrechnung eines fiktiven Lohns für Soloselbstständige kann die deutsche Kulturszene auf neue Unterstützung in der Coronakrise bauen. Nach der Einschätzung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters dürfte “die größte Zielgruppe neben anderen Branchen aus der Kreativwirtschaft kommen”.

Nach Angaben der Politikerin geht es um die Existenz von gut 1,5 Millionen Menschen, die mehr als 100 Milliarden Euro an Wertschöpfung zum Bruttoinlandsprodukt beitragen. Alleingelassen fühlten sich lange Zeit freischaffende Künstler. Sie konnten zum Beispiel keine laufenden Betriebskosten geltend machen, etwa wenn ihre Wohnung auch der Ort der Arbeit war. Für die Unterstützung von Soloselbstständigen hatten die Kulturminister der Länder seit dem Frühjahr geworben. Es gibt viele, die sichtbar auf der Bühne stehen, aber es gibt häufig viel mehr im Hintergrund Beschäftigte, die die künstlerische Leistung erst ermöglichen.