Tanzperformance aus der Vogelperspektive

“happy mess” ist ein Stück über den Wert des Moments.
Bregenz Alles ist ständig in Bewegung, kein Moment gleicht dem anderen, eine Situation ergibt sich aus Tausenden Zusammenhängen und nichts ist wirklich vorhersehbar. Die Tänzerin und Choreografin Silvia Salzmann hat zusammen mit Angelika Mangold die Performance „happy mess“ konzipiert. Zusammen mit den Tänzerinnen Carmen Pratzner, Marina Rützler, Leonie Humitsch und den beiden Darstellern Johannes Schüchner und Johny Ritter wird inmitten von ahnungslosen Passanten die Seepromenade zur Bühne. Die Zuschauer beobachten das Geschehen von weit oben, vom Panoramaraum des Vorarlberg Mueums und erkennen, wie scheinbar fest Alltagsstrukturen in der Bregenzer Hafenpromenade zerfließen, sehen dem Titel der Performance entsprechend ein „fröhliches Durcheinander“. Der Sound von Cornelia Baumgartner macht diese besondere Show auch zu einem sehr einnehmenden akustischen Erlebnis.

“happy mess” nutzt den „intimen und geschützten“ Rahmen des Panoramaraums, um dem Publikum Wege aufzuzeigen, die “normalerweise” nicht begangen werden. Alltägliche Situationen unten am Platz werden auf den Kopf gestellt und auf neue Weise miteinander in Beziehung gebracht. Gegen Ende erzählt Johannes Schüchner im Panoramaraum vom Leben und wie einfach es wäre, dieses zu verschönern. Zum Schmunzeln war die Choreografie der Darsteller genauso wie die Reaktionen der Passanten. Wer sich darauf einließ, erlebte eine ungewöhnliche, humorige Performance aus der Vogelperspektive. Yasmin Ritter
Weitere Termine: 17., 18. Oktober jeweils um 11.47, 14.47 und 17.47 Uhr, Anmeldung erforderlich: info@vorarlbergmuseum.at.