Bitte keine Buhs und Bravos: Staatsoper vor Neustart

Kultur / 02.09.2020 • 19:01 Uhr

Wien Die Wiener Staatsoper wird am 7. September mit der Premiere von Giacomo Puccinis „Madama Butterfly“ ihren seit sechs Monaten wegen der Coronakrise unterbrochenen Spielbetrieb wieder aufnehmen. Es sei davon auszugehen, dass etwa 1100 Menschen die Vorstellung besuchen könnten, sagte der neue Staatsoperndirektor Bogdan Roscic. Es gelten strenge Hygieneregeln und es wird gebeten, auf „Buhs“ und „Bravos“ zu verzichten. Allein für September rechnet das Haus mit rund 3700 Coronatests und Kosten von 330.000 Euro. Bei dem im Juni angesichts der damals bekannten Situation erstellten Budget ging man von einem negativen Bilanzergebnis von vier Millionen Euro aus, Dennoch seien alle froh, dass es wieder losgehe. „Die Stimmung im Haus ist hervorragend“, so Roscic.

Die Staatsoper plant für die nun startende Saison zehn Opern-Premieren, zwei Ballett-Premieren und zwei Premieren von Kinderopern. Im September stehen die Wiederaufnahme von Harry Kupfers Inszenierung der Strauss-Oper „Elektra“ sowie die Wiederaufnahme des französischen „Don Karlos“ auf dem Programm. Eine besonders hohe Karten-Nachfrage habe nach dem „Parsifal“ mit Tenor Jonas Kaufmann geherrscht.