Lebensfreude vermitteln

Kultur / 17.08.2020 • 21:52 Uhr
Mia Luz aus Rankweil mit Rainer Hagmann aus der Schweiz (Geiger), Matias Collantes aus Argentinien (Gitarre) und Miguel Berberena aus Puerto Rico (Drums). monika Bischof
Mia Luz aus Rankweil mit Rainer Hagmann aus der Schweiz (Geiger), Matias Collantes aus Argentinien (Gitarre) und Miguel Berberena aus Puerto Rico (Drums). monika Bischof

Mia Luz sorgte mit ihrer Band dafür, dass der Falkenhorst-Sommer klangvoll ist.

THÜRINGEN Bei schönstem Wetter fand nun das bereits traditionelle Highlight des Falkenhorst-Sommers statt: die Matinee im Park der Villa. „Üblicherweise bildet dieses Format unser Abschlussfest, durch die veränderten Bedingungen im Zuge der Covid-19-Präventionsmaßnahmen werden jedoch noch weitere Veranstaltungen in den nächsten Wochen hier stattfinden. Wir machen aus dem heutigen Tag ein Fest der Lebensfreude, für die die Villa Falkenhorst steht“, zeigte sich Verena Burtscher, Geschäftsführerin, begeistert. Zu den weiteren Veranstaltungen zählen etwa ein Auftritt des Kabarettisten Markus Linder und ein Konzert mit Michael und Stefan Heim.

Multinationale Band

Dem Motto der Vermittlung von Lebensfreude wurde das neu formierte Quartett Mia Luz Band vollends gerecht. Die Mitglieder der Band setzen sich aus unterschiedlichsten Kulturkreisen zusammen. So kommt Mia Luz aus Rankweil, sie singt auf Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Englisch, Deutsch und in Vorarlberger Mundart. Der Geiger Rainer Hagmann ist Schweizer, der Gitarrist und Sänger Matias Collantes kommt aus Argentinien und der Schlagzeuger Miguel Berberena aus Puerto Rico. Entsprechend international gestaltete sich auch das reichhaltige musikalische Repertoire, das geboten wurde.

Eigenkomposition

Nach dem Auftakt mit „C‘etait toi“ folgte ein mitreißendes Stück im Gypsie-Style, nämlich „Ménilmontant“. Mia Luz meinte dazu: „Wer bisher noch nicht wach war, ist es jetzt.“ Bei der Eigenkomposition „On a Hill“ verwies die Sängerin auf die Entstehungsgeschichte des Stücks. Sie war mehrmals für längere Zeit auf der Insel La Gomera: „Ich traf dort unterschiedlichste Menschen. Trotz unterschiedlichster Sprachen vereinte uns eins – die Sprache der Musik.“

Aber es wurden nicht nur flotte, energiegeladene Songs, sondern auch Balladen präsentiert, unter anderem Leonard Cohens „Dance me to the end of love“ in einer sehr eigenwilligen Adaption. Sehr schön und berührend war ein Arrangement des Songs „Wicked Game“ von Chris Isaak. Das abwechslungsreiche Programm umfasste Genres wie Jazz, Brasil, Pop, Groove und World. Eines vereinte aber alle Musikstile – die überzeugende Vermittlung von Lebensfreude. 

Übrigens: Nachdem heuer an einigen Aufführungsorten in der Region Blumenegg, wie auf der Ruine Blumenegg oder im Kellertheater in Bludesch, wegen der Pandemie so gut wie nichts gespielt werden darf, hat sich der Verein Villa Falkenhorst als Kooperatoinspartner angeboten und stellt den Kulturschaffenden seine Räumlichkeiten zur Verfügung. BI

„Trotz unterschiedlichster Sprachen vereinte uns eins – die Sprache der Musik.“

Nächste Veranstaltungen auf Falkenhorst: „O solo mio“ von Markus Linder, 21. August,
19 Uhr; Michael und Stefan Heim,
30. August, 17 Uhr.