Aus der Kulturszene
Uffizien-Chef wehrt sich gegen Kritiker
Rom Verfremdete Kunst-Memes auf TikTok und eine Influencerin als moderne Venus auf Instagram: Uffizien-Direktor Eike Schmidt hat die Social-Media-Strategie der weltberühmten Florenzer Kunstsammlung gegen Kritiker verteidigt. Damit wolle man die jüngeren Generationen für die Sammlungen begeistern, sagte Schmidt der römischen Zeitung „La Repubblica“. „(…). Unsere Sammlungen gehören allen, nicht nur einer selbst ernannten kulturellen Elite, aber vor allem den jungen Generationen.“
Rekord-Preis für Richter-Gemälde
München Ein Gemälde des deutschen Malers Gerhard Richter (88) ist bei einer Auktion in München für rund 2,6 Millionen Euro versteigert worden. Das Werk „Christiane und Kerstin“ in Schwarz-Weiß stammt aus dem Jahr 1968 und zählt zu seinen frühen Arbeiten. Dies sei ein Rekord für eine Arbeit Richters in Europa, ohne Großbritannien.
Juan Marsé gestorben
Barcelona Der spanische Schriftsteller Juan Marsé ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das gab seine Agentur Carmen Balcells am Sonntag bekannt. Marsé war einer der renommiertesten Romanautoren der vergangenen Jahrzehnte in Spanien und erhielt 2008 den Cervantes-Preis, die wichtigste Literaturauszeichnung der spanischsprachigen Welt. Sein bedeutendstes Werk war „Últimas tardes con Teresa“ (Letzte Tage mit Teresa).