Regionale Kunst ist kaum sichtbar

Digitaler VN-Stammtisch mit dem Kunsthistoriker und Ausstellungskurator Rudolf Sagmeister.
Schwarzach Die Stadt Bregenz bietet in der diesjährigen Sommerausstellung Einblicke in die eigenen Sammlungsbestände. Nach dem 30. August werden die Werke namhafter österreichischer Künstler, darunter zahlreiche Vorarlberger, nicht mehr öffentlich zu sehen sein. Sie verschwinden in den Depots oder Büroräumlichkeiten. Die Stadt verfügt über keine Galerie.
Das Land Vorarlberg ist selbstverständlich ebenfalls im Besitz von Kunstwerken aus mehreren Jahrhunderten. Auch hier ist die Gegenwartskunst gut vertreten. Eine Präsentation, die den Besuchern in kontinuierlicher Form eine Auseinandersetzung mit dem Schaffen in der Region bietet, gibt es jedoch nicht. Die Diskussion um die Errichtung einer Landesgalerie ist vor etwa zwei Jahrzehnten erloschen, aus nachvollziehbarem Grund aber immer wieder aufgeflammt. Der Kunsthistoriker Rudolf Sagmeister, der auch für die Sommerausstellung beratend zur Verfügung stand, zählt zu jenen Experten, die immer wieder auf dieses Versäumnis aufmerksam machen.
Er bemerkte dabei auch, dass etwa der Bregenzer Maler Rudolf Wacker, ein wichtiger Vertreter der Kunst der Zwischenkriegszeit, in öffentlichen Sammlungen in Wien besser vertreten ist als in Vorarlberg. Diese Thematik, die nun durch die Sommerausstellung besondere Aktualität erfährt, wird im Rahmen eines VN-Stammtisches erörtert. VN-cd