Debatte um Denkmäler auch in Österreich neu entfacht

Kultur / 14.07.2020 • 20:31 Uhr
Seit Jahren umstritten: Karl-Lueger-Denkmal in Wien. APA
Seit Jahren umstritten: Karl-Lueger-Denkmal in Wien. APA

Wien Während im Zuge der weltweiten Diskussion über Rassismus und Kolonialismus vielerorts Statuen gestürzt werden, bewegt sich in Österreich die Debatte noch in akademischen Zirkeln. Diese dreht sich zum einen um die Umbenennung inkriminierter Straßennamen und um das umstrittene Karl-Lueger-Denkmal in Wien. Die Statue erinnert an den 1910 verstorbenen einstigen Bürgermeister, der als einer der Mitbegründer des politischen Antisemitismus gilt. In einem Forschungs-Newsletter der Akademie der Wissenschaften spricht sich Historiker Werner Telesko für eine Einordnung aus. Sinnvoller als sie abzureißen sei es, die entsprechenden Denkmäler zu kontextualisieren oder mit künstlerischen Interventionen zu konfrontieren.