Für die Symphoniker wird die Moderne wieder wichtiger
Wien Andres Orozco-Estrada übernimmt mit der neuen Saison das Chefpult der Wiener Symphoniker, die mit Jan Nast auch von einem neuen Intendanten geleitet werden. Die Jahre des Orchesters unter seinem Vorgänger Philippe Jordan seien sehr gute gewesen, streute Orozco-Estrada Rosen. “Da hat sich musikalisch viel bewegt, das Potenzial ist, glaube ich, so groß wie noch nie. Das ist ein Klangkörper, der ganz viel kann.” Jetzt gelte es, für Glanz und Exzellenz in jedem einzelnen Konzert zu sorgen – und dafür auch das passende Repertoire zu wählen. In der kommenden Saison wird Richard Strauss ein prägender Komponist sein, “der ganz große Klang, wo es keinen leichten Takt gibt und alles voller Bilder ist, die sprechen müssen”. Die Musik der Moderne wird im Programm insgesamt wichtiger.
Nähe zum Publikum sucht man durch neue Formate mit partizipativem Charakter. Coronabedingt beginnt die neue Saison fünf Wochen früher als sonst, nämlich bereits am 22. August in Bregenz, wo sich der scheidende Chefdirigent Philippe Jordan, wie berichtet, vom Publikum in Richtung Staatsoper verabschiedet. Eine Asien-Tournee soll im Frühjahr stattfinden.