Aus der Kulturszene
Kulturrat fordert „Neustartfonds“
wien Der Kulturrat Österreich kritisiert die schleppenden Auszahlungen für von der Coronakrise betroffene Künstler und Kulturschaffende aus den bisher installierten Fonds. Darüber hinaus warte man nach wie vor auf den angekündigten Fonds für NPUs; der Überbrückungsfonds für Künstler komme mit Anfang Juli zu spät, heißt es am Donnerstag in einer Aussendung. Neu gefordert wird ein „Neustartfonds“. „Nicht generierbare Einnahmen aufgrund von Personenbeschränkungen und Sicherheitsmaßnahmen, aber auch zusätzliche Aufwendungen für Hygienemaßnahmen, Gagen und andere Mehrkosten für Zweitauftritte müssen ersetzt werden“, heißt es seitens des Kulturrats. Am 1. Juli wird es einen „Schweigemarsch“ geben, an dem Kulturschaffende aller Sparten teilnehmen sollen.
Pläne der documenta
Kassel Die Kuratoren der nächsten documenta haben einen Einblick in ihre Pläne gegeben. Als Leitbild dient eine übervolle Reisscheune („lumbung“), wie die Organisatoren mitteilten. „lumbung“ ist das indonesische Wort für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune, in der die überschüssige Ernte zum Wohle der Gemeinschaft gelagert wird. Die „documenta fifteen“, wie sich die global agierende Kunstausstellung diesmal nennt, findet vom 18. Juni bis 25. September 2022 in Kassel statt. Geleitet wird sie vom Künstler-Kollektiv Ruangrupa aus dem indonesischen Jakarta.