Musik mit persönlicher Note

Cheyenne Alice startet mit neuer Single musikalisch wieder durch.
Bregenz, Wien Mit einer Coverversion des David-Guetta-Songs „Titanium“ gelang der gebürtigen Bregenzerin Cheyenne-Alice Hadschieff (26) vor acht Jahren auf YouTube der große Durchbruch. Seither hat die Wahlwienerin, die schon als Kind professionellen Gesangsunterricht nahm, ihre musikalische Karriere ordentlich vorangetrieben und ihre zweite Single „Time on Hold“ auf den Markt gebracht.
Wie hast du dich seit deinem großen Erfolg auf YouTube als Künstlerin weiterentwickelt?
Cheyenne Alice Ich habe auch die vergangenen Jahre immer wieder Songs gecovert und veröffentlicht, weil es mir sehr viel Spaß gemacht hat und dies auch ein Hobby für mich war. Mir war aber immer schon klar, dass ich mich von der „Coversängerin“-Schiene loslösen muss, um mir mit meiner eigenen Musik einen Namen zu machen. Ich bin sehr glücklich damit, dass ich alle meine Emotionen und Gedankengänge in eigene Lieder verpacken kann, die eine sehr persönliche Note haben.
2017 folgte deine erste Single „Rewind Our Love“, danach wurde es ruhiger um dich. Welche Projekte hast du in der Zwischenzeit verfolgt?
Cheyenne Alice Ich habe ein Medien-, Musik- und Eventmanagement-Studium absolviert, ein Praktikum begonnen und eine Vollzeitstelle angetreten. Es gab natürlich keinen Tag in meinem Leben, an dem die Musik keine Relevanz in meinem Leben hatte. Mittlerweile hab ich ein tolles Team an meiner Seite, mit dem die Zusammenarbeit sehr gut harmoniert und wir im kreativen Prozess genau verstehen, wohin wir wollen. Nach meiner letzten Veröffentlichung hat sich die Zusammenarbeit mit meinem damaligen Produzenten leider nicht als so einfach gestaltet, da er hauptsächlich in Deutschland agiert und ich in Wien wohne. Die räumliche Trennung hat es sehr erschwert, auf einer regelmäßigen Basis zusammenzuarbeiten.
Wie kam es zu deiner neuen Single „Time on Hold“?
Cheyenne Alice Die Grundidee ist Anfang des Jahres entstanden. Leider kam dann die Coronakrise und die damit verbundene Ausgangsbeschränkung dazwischen. Diese Zeit konnte ich dann aber für den kreativen Part nutzen und mich der Melodie und dem Text widmen. Als es dann wieder erlaubt war in ein Tonstudios zu gehen, konnte ich mit meinem Team endlich wieder loslegen und wir haben den Song finalisiert. „Time on Hold“ ist in Zusammenarbeit mit dem Label „Black Parrot Records“ entstanden, die ein Tonstudio in Wien betreiben.
Worum geht es in dem Song?
Cheyenne Alice Es geht prinzipiell darum, wie sich eine Situation anfühlen kann, wenn etwas zwischen zwei Menschen passiert, die dann aufgrund des Vorfalls nicht mehr miteinander sprechen. Es beschreibt im Grunde genommen die Gefühle jener Person, die sich fallengelassen fühlt und gerne Klarheit hätte und sich wünscht, vom Gegenüber gesehen zu werden.
Wovon lässt du dich beim Songwriting inspirieren?
Cheyenne Alice Generell gibt es dafür keine „goldene Regel“ oder Herangehensweise. Wenn ich allein Songs schreibe, spiele ich entweder Akkorde auf der Gitarre oder am Klavier, die mir gefallen und daraus entwickelt sich eine Melodie. Prinzipiell entstehen meine Songs immer in Verbindung mit Emotionen. Ich versuche mich beim Texten immer in erlebte Situationen zu versetzen oder versuche nachzuvollziehen, wie sich gewisse Situationen anfühlen könnten. Oftmals entstehen Songs aber auch dann, wenn ich mit meinen Musikerfreunden zusammensitze und wir „jammen“. Diese Melodie nehmen wir dann im Studio oder mit dem Handy auf und versuchen dann darauf aufzubauen.
Welche Ziele hast du dir für deine musikalische Zukunft gesteckt?
Cheyenne Alice Ich wünsche mir, mit meinen Songs Menschen zu berühren, meine Emotionen zu transportieren und Gefühle damit zu vermitteln. Musik ist die Sprache, die jeder versteht und spricht und es schön ist, wie sehr Musik Menschen verbinden kann. Wir alle kennen das Gefühl, wenn uns ein gewisses Lied an eine gewisse Situation oder Zeit im Leben erinnert – ich wünsche mir, dass jemand dieses Gefühl auch bei meiner Musik verspürt. Eines der schönsten Komplimente, die ich bekommen kann, ist, wenn man mir sagt, dass ich jemanden mit meiner Musik berührt habe.
“Time on Hold” ist auf allen gängigen Streaming-Plattformen (Spotify, Amazon etc.) erhältlich.