Die Köpfe dürfen rauchen
Was Zusammenhalten, Solidarität und Rücksicht heißt, wird sich vor allem jetzt und in den nächsten Monaten zeigen, wenn es nach den umfassenden Verboten zum Schutz vor Covid19 den Alltag, das Berufsleben, die Freizeit und die Weiterbildung mit all den noch bestehenden Auflagen zu gestalten gilt. Theaterhäuser werden noch lange keinen Beitrag leisten können, Museen schon bald. Es ist bezeichnend, wenn Institutionen wie etwa das kleine Frauenmuseum in Hittisau ihre sinnstiftende Arbeit so bald wie möglich wieder aufnehmen wollen, während das große, finanziell gut von der öffentlichen Hand ausgestattete Vorarlberg Museum Argumente gegen die Öffnung etwa in der Abwesenheit der Besucher aus dem Ausland sucht.
Die Auflagen bezüglich Hygiene und Abstand mögen enorm sein, aber wenn sie jeder Friseur oder Schuhladenbesitzer irgendwie zu bewerkstelligen hat, dann dürfen auch im großen Museum in Bregenz die Köpfe rauchen, um den Menschen den Zugang zu Kunst und Kultur wieder analog zu ermöglichen. Oder hat man kein spannendes Programm? Zeitfenstertickets wären nur ein probates Mittel, um die Anzahl der Besucher zu regeln.
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