Große Auszeichnung für Vorarlberger Künstlerin

Claudia Larcher erhält den Hilde-Goldschmidt-Preis für ein stringent entwickeltes Werk.
Bregenz, Wien Mit der Vergabe des Hilde-Goldschmidt-Preises an Claudia Larcher (geb. 1979) würdigt die Jury, bestehend aus den Kunstexperten Gert Ammann, Günter Dankl, Martin Hochleitner, Edelbert Köb und Marion Piffer Damiani, ein präzis und stringent entwickeltes künstlerisches Werk, in dessen Zentrum vielgestaltige Bilder von Architekturen stehen. Der Begriff Architektur umreißt dabei, so die Jury, ein großes Spektrum an realen, fiktiven, ikonischen, anonymen und alltäglichen Bauten, die Larcher sowohl aus Kontexten der Moderne und Postmoderne als auch aus unterschiedlichen Kulturen filtert und zum Gegenstand ihrer künstlerischen Arbeit macht. Oftmals benutze die Künstlerin für ihre Projekte Bilder und Medien, die Architektur in Form von Publikationen und Magazinen präsentieren, als Ausgangspunkt für ein collageartiges Verdichten von virtuellen Informationen. Hieraus resultierten Bildobjekte, Fotografien und Filme, die Abbilder von Gebautem dekonstruieren und in einen Zustand zwischen dokumentierter und inszenierter Architektur überführen.
Verleihung im Juni
Der Hilde-Goldschmidt-Preis soll nach heutigem Stand im Juni im Museum in Kitzbühel verliehen werden. Die Malerin Hilde Goldschmidt (1897-1980) verfügte testamentarisch die Gründung einer Stiftung, die die Förderung von österreichischen oder in Österreich lebenden Künstlerinnen und Künstlern zum Inhalt hat. Der Preis wurde im Jahr 1997 zum ersten Mal vergeben, wird seit 2011 alle zwei Jahre verliehen und ist mit 7500 Euro dotiert. Preisträger waren bislang unter anderem Swetlana Heger, Rainer Ganahl, Hans Schabus und Markus Schinwald.
Claudia Larcher arbeitet im Bereich Videoanimation, Fotografie, Collage und Installation. Sie hat an der Universität für angewandte Kunst bei Erwin Wurm und Bernhard Leitner studiert. Seit rund 15 Jahren waren ihre Arbeiten in internationalen Gruppenausstellungen, darunter beim steirischen herbst oder im Centre Pompidou in Paris, vertreten. In Vorarlberg sind ihre Arbeiten vor allem aufgrund des Engagements der Galeristin Lisi Hämmerle bekannt.