Alten Postuniformen wird neues Leben eingehaucht

Kultur / 29.08.2019 • 20:00 Uhr
Alten Postuniformen wird neues Leben eingehaucht
Kreative Köpfe haben die Möglichkeit, den alten Postuniformen neues Leben einzuhauchen. POOLBAR

Die Österreichische Post kooperiert im Rahmen eines Upcycling-Projekts mit dem Poolbar-Festival.

Wien, Feldkirch Jedes Jahr aufs Neue überrascht der Poolbar-Generator mit außergewöhnlichen und spannenden Ideen. Kreative Köpfe erarbeiten mit Experten in verschiedenen Workshops ein gestalterisches Konzept für das Poolbar-Festival. Dass der Generator immer wieder für Überraschungen gut ist, zeigt ein neues Projekt, das das Poolbar-Festival nun gemeinsam mit der Österreichischen Post AG und Biorama auf die Beine stellt.

Wertvolle Rohstoffe

Während die Mitarbeiter der Post heuer mit neuen Uniformen ausgestattet wurden, wurden Tausende ausgemusterte Kleidungstücke wieder eingesammelt. Im Rahmen des Re:Post Generators, der im September in Wien stattfindet, sollen kreative Umsetzungsmöglichkeiten für ein Up- und Recyclingkonzept erarbeitet werden, damit die alten Textilien sinnvoll weiterverwendet werden. Kreative Köpfe haben die Möglichkeit, den alten Uniformen neues Leben einzuhauchen. “Das Thema Nachhaltigkeit war für das Festival und den Poolbar-Generator schon immer von großer Bedeutung”, sagt Poolbar-Chef Herwig Bauer (46). “Wertvolle Rohstoffe sollten nicht einfach im Müll landen. Mit diesem Projekt können wir ein weiteres Zeichen für Nachhaltigkeit setzen.”

Die alten Postuniformen werden nicht im Müll landen, sondern sinnvoll wiederverwertet. Österreichische Post
Die alten Postuniformen werden nicht im Müll landen, sondern sinnvoll wiederverwertet. Österreichische Post

Ziel des Gestaltungslabors ist es, die Kleidung in Kombination mit anderen Materialien weiterzuverwenden und völlig neue Produkte zu entwickeln, die in Serie produziert und verkauft werden können. Entstehen sollen Designs für Kleidung, Modeaccessoires oder Gebrauchsgegenstände. “Es geht darum, Produkte herzustellen, die sich am Ende auch verkaufen lassen”, betont Bauer.

Der Re:Post Generator wird von der Wiener Produkt- und Textildesignerin Lisa Klingersberger geleitet. Insgesamt stehen 18 Plätze zur Verfügung, die Bewerbungsfrist läuft noch bis Samstag. Die Ausschreibung richtet sich vor allem an Studierende aus gestalterischen Bereichen wie Mode, Textil und Produktdesign.

Nach Abschluss des Re:Post Generators wählt eine Jury die besten Designs für die weitere Entwicklung aus. Im Rahmen eines viertägigen Nachbearbeitungslabors wird an den Prototypen gefeilt und die Designs werden für die Produktion vorbereitet. “Die Ergebnisse werden am Ende in einer öffentlichen Ausstellung präsentiert. Wir sind sehr neugierig, welche Produkte aus den alten Uniformen entstehen werden”, freut sich Bauer.

Interessierte können sich bis 31. August für das Upcycling-Projekt bewerben. Re:Post Generator: 23. bis 30. September 2019 in Wien; Bewerbung: www.poolbar.at/generator