Trafag: „Wollen ist wichtig“

Karriere / 09.09.2022 • 14:55 Uhr
Trafag: „Wollen ist wichtig“
Markus Degasperi leitet das österreichische Team der Trafag in Wolfurt. Foto: Trafag GesmgH

Beim Spezialisten für Sensoren, Thermostate und Überwachungsgeräte zählt das Miteinander und die Motivation der Mitarbeiter. Sie lernen schnell, wie das Unternehmen „tickt“.

Sie sind seit über zehn Jahren Geschäftsführer und Personalleiter in Personalunion. Wie hat sich Ihrer Meinung nach die Situation am Arbeitsmarkt in den letzten Jahren verändert? Wie sieht die Situation aktuell aus?

Verändert hat sich grundsätzlich alles, die einzige Konstante ist die kontinuierliche Veränderung. Wir sehen den Wunsch der Mitarbeiter nach kürzeren Arbeitszeiten, weniger Überstunden oder den Trend zu 80 % oder weniger Arbeitszeit. Auch der Fachkräftemangel und die generellen Personalengpässe in anderen Bereichen, etwa Logistik und Versand, sind bei uns angekommen.

Wie konnten Sie mit der Coronakrise bisher umgehen?

Wirtschaftlich gut, wenngleich über die Hälfte unserer Belegschaft irgendwann einmal krank war. Was ich jedoch jetzt vermute, ist, dass sich viele Arbeitnehmer schwertun, zum „Rhythmus vor Corona“ zurückzufinden.  

Worin liegen die Stärken Ihres Unternehmens?

Wir sind für verlässliche Hightech-Produkte verantwortlich, flexibel und für die unterschiedlichsten Branchen kompetenter Ansprechpartner. Es zeichnet uns aus, dass wir lösungsorientiert sind, Handschlagqualität besitzen. Wir haben eine Reihe langjähriger zufriedener Kunden mit immer wieder neuen Visionen, Ideen und Projekten, für die wir der ideale Ansprechpartner sind.

Was bietet das Unternehmen den Arbeitnehmern?

Wir haben regelmäßige Weiterbildungskurse zu Technologie und Produkten. Die sind online und offline. Online ist bequem und wird teilweise vom Homeoffice aus gemacht. Offline kann schon mal heißen, dass ein zweitägiges Seminar am schönen Zürichsee stattfindet, mit nettem Hotel und Einkehren inklusive. Das schweißt die Mitarbeiter zusammen und motiviert.

Was sind die absoluten No-Gos bei Bewerbungen?

Schlechte Manieren, zum Beispiel zu spät kommen, geht gar nicht. Ein No-Go ist auch, wenn der/die BewerberIn vermittelt, dass er/sie eigentlich gar nicht will. Da versteht man oft nicht, warum er/sie überhaupt zum Vorstellungsgespräch gekommen ist.   

Inwieweit sollen/können sich Jobsuchende an die Anforderungen des Arbeitsmarktes anpassen?

Ich denke, dass derzeit (noch) Bedingungen herrschen, die eindeutig für den Arbeitnehmer sprechen. Großartig anpassen braucht man sich also derzeit gar nicht. Man sollte als Mitarbeiter schnell verstehen, wie das Unternehmen „tickt“, und vor allem: Wollen ist wichtig.

Wie sehr lassen Sie sich von Ihrem Bauchgefühl leiten, wenn Sie einen neuen Mitarbeiter an Bord holen?

Wenn die Fakten geklärt sind, ist es am Ende das Bauchgefühl, das entscheidet. Passt der Mitarbeiter? Kann er mit den Kunden? Passt er zum Team? Bei Trafag Österreich ist Letzteres sehr wichtig, wir sind ja ein kleines Team.

Wie sieht Ihr Onboarding aus?

Einfach und klassisch: Vorstellungsgespräch in zwei Runden, Probetag oder Probewoche, je nach Aufgabenbereich, dann die gesetzliche Probezeit, und der neue Mitarbeiter ist dabei.

Welche Rückmeldungen erhalten Ihre Mitarbeiter in welchem Ausmaß/Zeitraum?

Anlassbezogen unverzüglich und direkt. Generell in periodischen Mitarbeitergesprächen, die halbjährlich stattfinden.

Markus Degasperi

Geschäftsführer

Jahrgang: 1969

Elektrotechniker

Familie: verheiratet, zwei Kinder

markus.degasperi@trafag.com

www.trafag.at