Häuser sind begehrt

Immo / 04.06.2020 • 17:25 Uhr
Der Traum vom eigenen Haus ist weiter mit steigenden Kosten verbunden.Shutterstock
Der Traum vom eigenen Haus ist weiter mit steigenden Kosten verbunden.Shutterstock

Österreichs Immobilienmarkt hat im ersten Quartal 2020 zugelegt. Für das eigene Haus musste man knapp zehn Prozent mehr bezahlen als im Vergleichszeitraum 2019.

Trend Wohnungen sind laut Innofact-Umfrage im Auftrag von ImmoScout24 ebenfalls begehrt. Nach einem Einbruch im März nun nahezu ein Allzeithoch an Suchanfragen. Die eigenen vier Wände haben in den vergangenen Wochen enorm an Bedeutung gewonnen. Jeder zweite Österreicher schätzt nach der Corona-Krise sein Zuhause mehr als zuvor. Jeder Fünfte hat jedoch auch festgestellt, dass das derzeitige Domizil Mängel aufweist oder nicht optimal ist. Rund acht Prozent sind sogar der Meinung, dass sie dringend ein neues Haus oder eine neue Wohnung benötigen. Die Hauspreise steigen dabei doppelt so stark wie die Wohnungspreise – das zeigt sich auch in der Preisanalyse. Demnach sind im ersten Quartal 2020 die Preise für Häuser in Österreich durchschnittlich um 9,6 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2019 angestiegen. Auch für Wohnungen mussten die Österreicherinnen und Österreicher tiefer in die Tasche greifen: Im Schnitt musste für eine Eigentumswohnung um 4,9 Prozent mehr bezahlt werden. Das Umland nimmt weiter an Beliebtheit zu, während bei Städten wie Wien, Graz und Innsbruck ein leichter Rückgang der Nachfrage im Vergleich mit dem Speckgürtel festzustellen ist. Seit Beginn der Krise werden zwei Drittel mehr Suchanfragen nach Immobilien mit Garten und Balkon verzeichnet. Der Traum vom eigenen Haus ist österreichweit vordringlicher denn je.

Preise zeigen nach oben

Aber auch die Preise für Eigentumswohnungen haben angezogen. Das Burgenland hat im Jahresvergleich zwar um 17,9 Prozent preislich zugelegt, mit 2962 Euro/m2 sind Wohnungen im Burgenland aber nach wie vor österreichweit am günstigsten, gefolgt von der Steiermark mit 3204 Euro/m2. Auch Vorarlberg verzeichnet als westlichstes Bundesland Preissteigerungen bei Wohnungen um rund zehn Prozent. Mit 5245 Euro/m2 liegen die Wohnungspreise in Vorarlberg damit aber auf Platz drei nach Tirol (6124 Euro/m2) und Wien mit 5384 Euro/m2. Wohnen und das eigene Dach über dem Kopf haben erneut an Bedeutung gewonnen, denn Wohnen ist und bleibt ein Grundbedürfnis – das bestätigen die Zahlen eindrucksvoll.
Die Steigerungsraten im ersten Quartal werden voraussichtlich durch die aktuelle Entwicklung etwas abflachen. Aber generell zeigt sich der Immobilienmarkt derzeit stabil. Mehr nächsten Mittwoch, 10. Juni, im „Vorarlberger Immobilienmarkt“.