Broschüre Oberflächenabfluss

Immo / 25.04.2019 • 10:30 Uhr
Die Broschüre gibt für Gemeinden und Häuslebauer Tipps für den Objektschutz.
Die Broschüre gibt für Gemeinden und Häuslebauer Tipps für den Objektschutz.

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus hat einen Leitfaden
für Planung, Neubau und Anpassung herausgegeben.

infomaterial Die Analyse der Schadensursachen nach lokalen Starkregenfällen und nachfolgenden Überflutungen zeigt, dass individuelle Vorsorge in vielen Fällen das Schadensausmaß im Hausbereich reduzieren kann. Ziel der im Jahr 2019 aufgelegten und auch online herunterladbaren Broschüre „Eigenvorsorge bei Oberflächenabfluss“ ist es daher, einerseits das Gefahrenbewusstsein zu stärken, andererseits praktische Anleitungen zur individuellen Gefahrenanalyse und Vorsorge anzubieten.

Starkniederschläge nehmen zu

Auch wenn wir derzeit trockene, warme Tagen verzeichnen: In den letzten Jahren haben lokale Starkniederschläge abseits von Gewässern wiederholt schwere Überschwemmungen und enorme Sachschäden verursacht. Mittlerweile resultiert ein erheblicher Anteil aller Hochwasserschäden in Österreich aus Oberflächen-
abflüssen, die abseits von Gewässern zu Hochwasser führen. Auslöser sind in der Regel kurze, intensive Niederschläge, aber auch Ereignisse mit einer vergleichsweise hohen Niederschlagssumme. Wenn der Boden oder das
Kanalsystem den Niederschlag nicht mehr aufnehmen kann, kommt es zu Oberflächenabfluss. Problemverschärfend wirkt zudem die fortschreitende Bodenversiegelung durch steigende
Flächeninanspruchnahme und die Bodenverdichtung durch intensive Landwirtschaft. Dass das Thema weiter an Brisanz gewinnt, führt die Klimaforschung vor Augen. Für die meisten Landregionen der Erde gilt es als wahrscheinlich, dass Starkniederschläge bis zum Jahr 2050 an Häufigkeit und Intensität deutlich zunehmen werden.

Vorsorgemaßnahmen treffen

Häufig wird die Gefahr durch Oberflächenabfluss unterschätzt. Viele Anwohnerinnen und Anwohner wähnen sich in Sicherheit, weil ihre Grundstücke am Hang oder weit weg von einem Gewässer liegen. Aber niemand ist vor Überschwemmung gefeit, wie die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen. Wenn heftige lokale Gewitter große Niederschlagsmengen bringen, droht Gefahr nicht nur von Hängen und Straßen, sondern auch aus dem Kanalnetz. Eigenverantwortliche Vorsorgemaßnahmen können das Schadensausmaß maßgeblich verringern, zeigt man sich im Bundesministerium überzeugt. Der Leitfaden soll helfen, Gefahrenlagen für Haus oder Grundstück zu bewerten und Schwachstellen zu eruieren. Bei Planung, Neubau oder Anpassung kann man sich mit verschiedenen Maßnahmen vor Auswirkungen von Starkregen und Obeflächenabfluss schützen.

Weitere Informationen auf

www.bmnt.gv.at