Großes Interesse an neuem Wohnprojekt

Großer Andrang bei Infoabend zeigt deutlich wachsenden Bedarf in Rankweil.
Rankweil Das Vereinshaus Rankweil war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Gemeinderat Andreas Prenn durch einen Informationsabend führte, der deutlich machte, wie sehr ein bestimmtes Thema die Menschen derzeit beschäftigt. Im Zentrum stand ein neues Wohnprojekt in der Hadeldorfstraße 31, das vor allem älteren Menschen neue Perspektiven eröffnen soll. Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall stellte gleich zu Beginn die Bedeutung heraus und sprach von einem „Meilenstein“ für die Gemeinde. „Dies ist das erste betreubare Wohnen, das wir hier in Rankweil realisieren können“, sagte sie. Die Initiative gehe ursprünglich auf Karin Reith zurück, die vor rund zwei Jahren den Anstoß gegeben habe, sich intensiver mit neuen Wohnformen im Alter zu beschäftigen. Daraus entstand eine Arbeitsgruppe und schließlich das nun präsentierte Projekt. „Die Frage, wie wir im Alter selbstständig und doch betreut wohnen können, ist eine zentrale Frage für uns alle“, betonte Wöß-Krall und verwies darauf, dass viele Menschen sich mehr Sicherheit und Gemeinschaft wünschen, ohne ihre Eigenständigkeit aufzugeben.

Konkret entstehen in der Hadeldorfstraße 15 barrierefreie Wohnungen, darunter zwölf Zweizimmer- und drei Dreizimmerwohnungen, alle mit Balkon oder Terrasse. Ergänzt wird die Anlage durch einen großzügigen Gemeinschaftsraum, der Begegnung fördern soll. Architektur und Farbgestaltung sind gezielt auf ältere Menschen abgestimmt, dazu kommen ein Fahrradraum, eine Tiefgarage sowie zusätzliche Außenparkplätze. Alexander Pixner von der Vogewosi erläuterte die baulichen Details und den technischen Standard. „Die Wohnanlage umfasst 15 Wohneinheiten“, erklärte er und verwies auf die durchdachte Planung. Beheizt wird das Gebäude mittels Luftwärmepumpe, zusätzlich ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Die Wärmeverteilung erfolgt über Fußbodenheizung, der Energiebedarf liegt bei rund 21 kWh pro Quadratmeter und Jahr und damit im Bereich eines Niedrigenergiegebäudes. Die Fertigstellung ist für Februar 2027 geplant, der Einzug soll ab 1. März 2027 erfolgen.

Michael Müller von der Gemeinwesenstelle „Mitanand in Rankweil“ ordnete das Projekt in einen größeren Zusammenhang ein. „Uns geht es darum, wie man im Alter gut lebt“, sagte er. Die Menschen würden heute länger leben, und diese zusätzlichen Jahre sollten möglichst selbstbestimmt gestaltet werden können. Das neue Angebot sei ein wichtiger Baustein dafür, weil es Eigenständigkeit mit Sicherheit und sozialer Einbindung verbinde. In Rankweil gebe es bereits zahlreiche Initiativen, die dieses Ziel unterstützen. Das große Interesse am Informationsabend zeigte deutlich, dass der Bedarf vorhanden ist. Die Vergabe der Wohnungen erfolgt über die Gemeinde nach den geltenden Wohnbauförderungsrichtlinien, erste Anlaufstellen sind Silvana Bernardo und Natalie Wojtech von der Marktgemeinde. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Nachfrage das Angebot übersteigen wird, was das Projekt zu einem wichtigen Schritt für die Zukunft des Wohnens in Rankweil macht. Weitere solche Projekte folgen. VN-TK




