Klimaschutz in Schulen ausbauen

Austausch und Vernetzung zweier Schulprogramme in Dornbirn.
Dornbirn Vertreterinnen und Vertreter der Umweltzeichen- und ÖKOLOG-Schulen aus ganz Vorarlberg trafen sich am Mittwochnachmittag in der inatura in Dornbirn. Das Energieinstitut Vorarlberg und das Bildungsministerium luden zum ersten gemeinsamen Vernetzungstreffen dieser beiden Schulprogramme ein. Insgesamt sind 24 Schulen, mit dem renommierten Umweltzeichen ausgezeichnet, sowie 18 ÖKOLOG-Schulen in Vorarlberg. Ziel des Treffens war es, sich über Nachhaltigkeit, soziales Miteinander und Umweltschutz auszutauschen. „Wir freuen uns, heute das erste gemeinsame Treffen hier in der inatura, selbst Trägerin des Umweltzeichens, abhalten zu können“, erklärte Andreas Bertel vom Energieinstitut.

Schulen können Großes bewirken
Das österreichische Umweltzeichen wurde 2002 als Bundesinitiative ins Leben gerufen und zertifiziert Schulen sowie Pädagogische Hochschulen, die besonderes Engagement für Umwelt und Nachhaltigkeit zeigen. Mit vielfältigen Maßnahmen bringen sie Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung in den Schulalltag. Das staatliche Gütesiegel wird regelmäßig überprüft und jeweils für vier Jahre vergeben. „Für eine erfolgreiche Umsetzung ist ein breit aufgestelltes Umweltteam vor Ort unerlässlich“, betont Bertel. Dazu zählen nicht nur Lehrpersonen und die Leitung, sondern auch die Gemeinde, der Gebäudewart und alle, die sich engagieren möchten. Ziel sei es beispielsweise, Fuß- und Radwege attraktiver zu gestalten, Umweltaktivitäten mit den Kindern durchzuführen oder Photovoltaikanlagen auf den Schuldächern zu installieren. Beispiele und Möglichkeiten sich nachhaltig zu engagieren gibt es viele. „Das alles funktioniert nur, wenn viele Menschen an einem Strang ziehen“, so Bertel. In Vorarlberg tragen bereits 24 Schulen das Umweltzeichen. Besonders bemerkenswert: Im Biosphärenpark Großes Walsertal sind alle Schulen Teil des Umweltzeichen-Programms. „Das Umweltzeichen ist ein wertvolles Gütesiegel. Die Zertifizierung ist zwar aufwändig, aber ein echtes Alleinstellungsmerkmal“, sagt Bertel.

Bewusstsein für Umwelt an Schulen stärken
Das ÖKOLOG-Programm, das seit dem Jahr 2000 besteht, legt den Schwerpunkt auf den pädagogischen Bereich. Ziel ist es, Nachhaltigkeit fest im Schulalltag zu verankern. Schulen setzen eigene Schwerpunkte und bearbeiten gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern verschiedene Umweltthemen. Vertreterinnen und Vertreter der inatura und des Energieinstituts stellten an dem Nachmittag zudem aktuelle Aktionen und Programme vor, die sie für Schulen anbieten. Im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit haben Schulen großes Potenzial: Bereits jetzt erreichen Umweltzeichen- und ÖKOLOG-Schulen in Vorarlberg gemeinsam rund 10.400 Kinder. Das erste Treffen dieser beiden Programme war aus Sicht der Veranstalter ein voller Erfolg. Einige Schulen im Land sind bereits auf dieses Angebot aufmerksam geworden, Luft nach oben bestehe jedoch noch immer. Andreas Bertel und Elisabeth Mettauer freuen sich auf neu dazukommende Partner, die mit ihnen gemeinsam den Umweltschutzgedanken in Vorarlbergs Schulen vertiefen wollen. BVS






