20 Jahre Walderlebnispfad Raggal-Marul

Heimat / 16.06.2025 • 11:01 Uhr
Bild v.li.: Gründungsmitglieder Johann Küng, Robert Müller, Emil Burtscher, Engelbert Burtscher
v.l.: Gründungsmitglieder Johann Küng, Robert Müller, Emil Burtscher und Engelbert Burtscherhab

Ein Spielplatz für Naturerlebnisse und Entspannung gibt es seit 20 Jahren in Raggal-Marul.

Raggal Seit nunmehr 20 Jahren lädt der Walderlebnispfad Raggal-Marul Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Natur spielerisch und mit allen Sinnen zu erleben. Zahlreiche Kinder haben hier gespielt, gelacht und gestaunt, viele Erwachsene konnten in der beeindruckenden Landschaft abschalten und neue Kraft schöpfen. Aus nah und fern kommen Menschen, um dieses besondere Stück Natur zu entdecken.

Die Idee entstand im Großen Walsertal – inspiriert vom Waldlehrpfad von Helmut Gmeiner in Möggers. 2004 fiel die Entscheidung, ein ähnliches Projekt auch in Raggal umzusetzen. Die landschaftlichen Gegebenheiten – die vielfältigen Waldbestände, der Marulbach mit der imposanten Engeschlucht, Wasserfälle und eine reiche Flora – sprachen eindeutig dafür.

Walderlebnispfad Marul
Auf dem Maruler Walderlebnispfad gibt es einiges zu entdecken.Egle

Als Initiatoren engagierten sich der damalige Bürgermeister Robert Müller, Vizebürgermeister Hannes Küng, Engelbert Burtscher und Emil Burtscher. Im Jahr 2005 wurde der Verein Walderlebnispfad Raggal-Marul, mit Emil Burtscher als Obmann gegründet, besondere Unterstützung erhielten sie durch Karl Studer. Ziel war möglichst keine Eingriffe in die Natur zu machen, sondern nur auf Einzelheiten hinzuweisen.

20 Jahre Walderlebnispfad Raggal-Marul
Das Wasserrad lädt zum Spielen ein. VN/STEURER

Neben umfangreichen behördlichen Bewilligungen, der Zustimmung der Grundbesitzer und der Finanzierung war auch der Einsatz vieler Helferinnen und Helfer gefragt. So wurde das Projekt unter Einbindung zahlreicher Vereine und Gruppen verwirklicht: Die Bergrettung Raggal errichtete die Hängebrücke über die Engeschlucht, Jäger gestalteten Hochsitze, Mitglieder der Spielgemeinschaft Großes Walsertal versetzten alte Heuhütten. Auch Feuerwehr, Musikverein und Männerchor Marul – Letzterer adaptierte den Kalkofen und baute die Heuhütte „Zeitgeschichte“ – trugen tatkräftig zum Gelingen bei.

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Bei der Eröffnungsfeier 2005 waren dann u.a. Landesrat Erich Schwärzler, Landtagsabgeordneter Josef  Türtscher, mehrere Bürgermeister des Tales, sowie Behördenvertreter anwesend. Pater Christoph spendete den kirchlichen Segen. Bereits damals überzeugte das Angebot mit Grillplätzen, Schaukeln, Hängematten, Flößen und vielen Spielmöglichkeiten für Kinder.

20 Jahre Walderlebnispfad Raggal-Marul
Hier kann man etwas über Vögel lernen.

In den folgenden Jahren wurde die Anlage, stets im Einklang mit der Natur, behutsam erweitert. Altersbedingt mussten jedoch immer wieder Brücken und Stege erneuert werden, zuletzt 2018 mit großzügiger Unterstützung durch die VKW. Die laufende Pflege erfordert viel Einsatz: Zwischen 400 und 600 ehrenamtliche Stunden pro Jahr leisten die Vorstandsmitglieder, zusätzlich werden wöchentliche Kontrollgänge gemacht, um Müll zu beseitigen und vergessene Gegenstände zu entfernen.

Walderlebnispfad Marul
In diesem hohlen Baumstamm stehen Sprüche. Egle

In den letzten Jahren gab es Verstärkung für die Vereinsführung. Reinhold Schneider, Alfons Küng, Peter Schneider und Hermann Manahl boten ihre Mitarbeit an, so ist auch die Zukunft des Vereins gesichert. Obmann Emil Burtscher bedankt sich bei allen, die das Projekt von Beginn an unterstützt haben „Mein Dank gilt den Vorstandsmitgliedern, die seit Anfang an dabei sind, der Gemeinde Raggal für ihre jährliche finanzielle Unterstützung wie auch dem Land Vorarlberg für die ideelle und materielle Hilfe. Ebenso bedanken wir uns bei den Grundbesitzern und den Behörden, die unsere Arbeit stets mitgetragen haben.“

Auch die Besucherinnen und Besucher verdienen Lob: „Mit wenigen Ausnahmen wird kein Müll hinterlassen – und das zeigt, wie sehr der Pfad geschätzt wird“, so Burtscher. Sein Wunsch: „Helfen wir zusammen, damit sich noch viele Menschen an diesem besonderen Ort erfreuen können.“ HAB