Eiler-Comeback im Tore-Wahnsinn

Ungewollter Auftritt nach siebenjähriger Pause bei RW Rankweil.
Rankweil Der sportliche Tiefpunkt des FC RW Rankweil in der VN.at Eliteliga ist erreicht: Die 5:6-Niederlage beim FC Rotenberg war das 16. Spiel in Folge ohne Sieg. Trotz fünf erzielter Tore und einer couragierten Leistung reichte es erneut nicht für einen Punkt. Besonders im Fokus stand das emotionale Comeback von Simon Eiler – nach sieben Jahren Fußballpause stand er plötzlich wieder auf dem Platz.

Mit Malin, Baldauf-Brüder, Erkan, Canberi und Widemschek-Brüder, fehlten Coach Stipo Palinic gleich sieben starke Kaderspieler, der wieder einmal improvisieren musste. Mitten in der Personalnot: der 40-jährige Simon Eiler. Der langjährige Mittelfeldspieler erklärte sich bereit, dem Team zu helfen – und stand für 29 Minuten auf dem Feld. Auch Co-Trainer Andreas Schwendinger kam wie schon in zwei Spielen zuvor selbst zum Einsatz – ebenfalls für 29 Minuten.

Trotz der ungewöhnlichen Besetzung lieferte Rankweil ein tapferes Spiel ab. Zwei Mal ging man in Führung, lag insgesamt zwölf Minuten voran. Doch individuelle Fehler und defensive Schwächen ließen Rotenberg mit dem Traumduo Julian Rupp (3 Tore) und Kevin Bentele (2) immer wieder zurückschlagen. Besonders bitter: Ein klarer Elfmeter für Rankweil wurde nicht gegeben – eine Szene, die das Spiel hätte kippen können.

Die Treffer für Rankweil erzielten Paul Grabher, Leo Klimesch, Niklas Jehle, Timo Wölbitsch und der eingewechselte Matthias Flatz. Letzterer sorgte in der Schlussphase für den 5:6-Endstand – der erneute Anschluss kam aber zu spät. Die Moral stimmte, doch am Ende fehlten erneut Cleverness und defensive Stabilität.
Vier Runden vor Saisonende fehlen dem Vorletzten Rankweil sieben Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz. Die Luft wird dünner, der Glaube schwindet. Auch personell stehen Veränderungen an: Trainer Palinic und Co-Trainer Schwendinger beenden nach der Saison ihre Arbeit.
Stipo Palinic war über Jahre hinweg als Langzeitcoach für Rankweil tätig und prägte eine Ära im Verein. Ab Sommer übernimmt Wolfgang Schneider das Amt des Cheftrainers. Gemeinsam mit dem neuen Co-Trainer René Bitschnau soll er den Neuaufbau gestalten – höchstwahrscheinlich in der Vorarlbergliga. Der Traditionsverein Rot-Weiß steht vor einem wegweisenden Umbruch. VN-TK