Graffiti-Kunst zum Stadtjubiläum

Schüler der Mittelschule Levis gestalten künstlerisch die Unterführung in Altenstadt.
Feldkirch Im Rahmen des Jubiläumsjahres „feldkirch einhundert. Zusammen wachsen“ beteiligt sich die Mittelschule Levis mit einem besonderen Graffiti-Kunstprojekt an den Feierlichkeiten. Gemeinsam mit dem Feldkircher Graffiti-Künstler Fabian Hämmerle gestalten Schüler:innen der 2. Klasse unter der Leitung von Lehrerin Julia Bertsch die Unterführung beim Fußballplatz Altenstadt – passend zum Thema der Vereinigung der Ortsteile vor 100 Jahren.
1925 wurden die damals eigenständigen Gemeinden Tisis, Tosters, Altenstadt, Gisingen, Levis und die Stadtgemeinde Feldkirch zu einer Stadt zusammengeführt. Der Prozess verlief nicht ohne Spannungen – die Rivalitäten zwischen den Ortsteilen waren damals deutlich spürbar. Noch heute identifizieren sich viele Menschen stark mit ihrem jeweiligen Stadtteil.

Das Graffiti-Projekt will auf kreative Weise Fragen nach Identität, Zusammenhalt und friedlichem Miteinander aufwerfen und einen Beitrag zur Reflexion über das historische Ereignis der Vereinigung leisten. Es ist Teil einer Reihe von künstlerischen Projekten, die das Stadtjubiläum begleiten – darunter Philosophie-Workshops, Theater, Literatur, Mode und Fotografie.
„Die Jugendlichen haben tolle Motive zum Thema ‚Feldkirch 100‘ ausgewählt – etwa die Hälfte ist schon fertig“, berichtet Fabian Hämmerle nach dem ersten Workshop-Block. Die Umsetzung erfolgt direkt vor Ort, und es bleibt zu hoffen, dass das entstehende Kunstwerk bis zur Fertigstellung ungestört bleibt.
Das fertige Graffiti wird am Mittwoch, 23. April, um 16 Uhr im Rahmen eines Präsentationstermins der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Aktion lädt nicht nur zum Hinschauen, sondern auch zum Nachdenken und Mitreden ein – über die Geschichte Feldkirchs, das gemeinsame Wachsen und das, was heute verbindet.