“Größer denken, mutiger handeln – Zeit für Größer-Feldkirch”

Programmpräsentation der NEOS Feldkirch mit Spitzenkandidatin Fabienne Lackner.
Feldkirch Die NEOS-Spitzenkandidatin Fabienne Lackner stellt ihr Programm für die Gemeindevertretungswahl am 16. März vor. Ihr Ziel: ein „Größer-Feldkirch“ – eine wirtschaftlich starke Stadt mit lebendigen Ortszentren, leistbarem Wohnraum, verlässlicher Kinderbetreuung und nachhaltiger Finanzpolitik.
Historische Weichenstellungen und aktuelle Herausforderungen
Lackner verweist auf die Zusammenschließung mit Tisis, Tosters und Altenstadt vor 100 Jahren – eine Entscheidung mit langfristigem Nutzen für die Stadtentwicklung. Heute stehe Feldkirch vor neuen Herausforderungen: steigende Kosten und finanzielle Engpässe. Nun brauche es mutige Schritte, um die Stadt für die nächsten 100 Jahre zukunftsfit zu machen.

Steuerliche Vorteile einer größeren Gemeinde sowie effizientere Infrastrukturlösungen seien zentrale Argumente für eine stärkere Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden. Die Verwaltung des Status quo reiche nicht aus – es gelte, sich an den Pionieren der Vergangenheit zu orientieren und innovative Lösungen zu entwickeln.
Engere Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden
Viele städtische Angebote würden von Bewohnern umliegender Gemeinden genutzt, ohne dass diese ausreichend zur Finanzierung beitragen. Die NEOS fordern daher eine verstärkte interkommunale Kooperation in Bereichen wie Infrastruktur, Freizeit und Wohnraumentwicklung.

Durch gemeinsame Gewerbegebiete könnten neue Unternehmen und Arbeitsplätze entstehen. Eine überregionale Wohnungsvergabe könnte bestehenden Wohnraum effizienter nutzen. Auch gemeinsame Ausschreibungen für Bauprojekte könnten Kosten senken.

Lackner sieht in freiwilligen Gemeindezusammenlegungen eine langfristige Möglichkeit, Verwaltungsstrukturen zu verschlanken und finanzielle Ressourcen freizusetzen. „Niemand würde heute fordern, dass Feldkirch mehrere Bürgermeister haben sollte – warum also an überholten Strukturen festhalten?“, so Lackner.
Betreuung und Wohnen
Der Bedarf an Betreuungsplätzen wächst, doch Personal- und Kapazitätsmängel bremsen den Ausbau. Ein transparenter Vergabeprozess für Betreuungsplätze und der Ausbau ganztägiger Schulformen sollen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern, auch hier seien Kooperationen mit Nachbargemeinden denkbar. Zusätzlich fordern die NEOS einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag. Ziel sei es, dass Feldkirchs Schulen zu den besten des Landes gehören und allen Kindern optimale Bildungschancen bieten.

Wohnen in Feldkirch ist für viele kaum noch leistbar. Die NEOS sehen hier keine unveränderbare Situation, sondern das Ergebnis falscher Rahmenbedingungen. Eine intelligente Raumplanung mit verdichtetem Bauen könne Abhilfe schaffen. Mietkaufmodelle sollen den Zugang zu Wohneigentum erleichtern. Zudem wollen die NEOS ein „Wohnbuddy“-System etablieren, das generationenübergreifendes Wohnen fördert.
Wirtschaft und Finanzen
Für die NEOS soll Feldkirch zur wirtschaftlich lebendigsten Stadt Vorarlbergs werden. Bürokratische Hürden für Unternehmen sollen abgebaut, Leerstände für Start-ups und Pop-up-Stores besser genutzt werden. Auch die Nachtkultur soll gezielt gefördert werden.

Besonders kritisch sieht Lackner das Montforthaus: Jährlich verursacht das Veranstaltungszentrum ein Defizit von über zwei Millionen Euro. Während Schulen und Vereine um Mittel kämpfen, verschlinge das Montforthaus hohe Summen. Die NEOS fordern daher eine wirtschaftliche Konsolidierungsstrategie sowie eine transparentere Budgetpolitik.