Ein Novum in Sulz

Historische Änderung bei den Gemeindevertretungswahlen.
Sulz Die kommende Gemeindevertretungswahl in Sulz bringt eine bedeutende Neuerung: Erstmals erhalten die Wählerinnen und Wähler zwei Stimmzettel – einen für die Gemeindevertretung und einen gesonderten für den Bürgermeister. Diese Änderung ermöglicht es den Bürgern, ihre Unterstützung für die künftige Gemeindeentwicklung klar zu zeigen und den Bürgermeister direkt zu wählen und ihm die Stimme zu geben. Damit stärkt Sulz die Mitbestimmung der Bürger und setzt ein Zeichen für mehr demokratische Transparenz.
Einziger Kandidat
Bürgermeister Michael Schnetzer stellt sich als einziger Kandidat an der Gemeindespitze zur Wahl. Besonders die Verbesserung der Infrastruktur liegt ihm am Herzen. Sein Ziel ist es, Transparenz, Bürgernähe und Verantwortungsbewusstsein weiter zu stärken. Für Michael Schnetzer steht die bewährte Einheitsliste von Sulz seit vielen Jahren für ein außergewöhnliches Erfolgsmodell, das es den Politikern ermöglicht ohne parteipolitsche Grenzen zum Wohle der Gemeinde zusammenzuarbeiten. Sie steht für Stabilität, Offenheit und eine konstruktive Kooperation. Die Direktwahl bietet ihm die Möglichkeit, sich direkt den Wählern zu stellen und sich deren Vertrauen erneut zu sichern.
Erfolgreiche Projekte
In den letzten Monaten hat Schnetzer bedeutende Maßnahmen realisiert und gestartet. Darunter fällt die Umstellung auf LED-Beleuchtung in der Volksschule Sulz, wodurch eine höhere Energieeffizienz erzielt wird. Zudem wurde der Bebauungsplan fertiggestellt, der festlegt, wie künftig gebaut werden darf. Während der dörfliche Charakter erhalten bleiben soll, ist eine verdichtete Bauweise im Zentrum, insbesondere in der Hauptstraße und Hummelbergstraße, vorgesehen.
Auch das Spielraumkonzept kann nun umgesetzt werden, wodurch neue Möglichkeiten für Freizeitgestaltung geschaffen werden. Des Weiteren wurden sämtliche Bushaltestellen saniert, die Renovierung des Kindergartens und des Bauhofs vorangetrieben. Schnetzer engagiert sich nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als Obmann der Mittelschule Sulz, des Vorderlandhus sowie des Schwimmbadvereins Sulz-Frutzau.
Wachsende Gemeinde
Aufgrund des Wachstums von Sulz auf 2705 Einwohner wird die Anzahl der Gemeindevertreter von 21 auf 24 erhöht. Ein neues Quintett wurde als Gemeindevertreter vorgeschlagen: Christina Pöder, Judith Peter, Jochen Seidl, Erika Kicker und David Reichhart.
Der Bürgermeister betont seine Verbundenheit mit der Gemeinde und das Ziel, Sulz weiterzuentwickeln, um es für Familien und Einwohner noch lebenswerter zu machen.
Bedeutung der Direktwahl
Die Einführung der Direktwahl des Bürgermeisters stellt eine große Veränderung im politischen System von Sulz dar. Diese Änderung stärkt die demokratischen Strukturen und erhöht die Transparenz der politischen Prozesse. Zudem können die Wähler durch die getrennte Abstimmung ihre Zustimmung oder Ablehnung gegenüber der aktuellen Gemeindepolitik differenzierter ausdrücken.
Die Direktwahl erfordert jedoch auch eine verstärkte politische Auseinandersetzung der Kandidaten mit den Wählern. Künftige Bürgermeister müssen sich nicht nur innerhalb der Gemeindevertretung behaupten, sondern auch direkt bei den Bürgern punkten. Dies könnte langfristig zu einer stärkeren politischen Beteiligung in der Gemeinde führen.
Die konstituierende Sitzung der neuen Gemeindevertretung ist für den 9. April um 19 Uhr in der Volksschule Sulz angesetzt. Dort werden die gewählten Vertreter offiziell in ihre Ämter eingeführt und erste Weichen für die kommende Legislaturperiode gestellt. VN-TK