Clemens Rauch kandidiert als Bürgermeister für Feldkirch

Die Grünen “Feldkirch blüht” setzen auf soziale und ökologische Schwerpunkte im Wahlkampf.
Feldkirch Am 16. März wählt Feldkirch eine neue Stadtvertretung. Die Grünen Feldkirch, angeführt von Bürgermeisterkandidat Clemens Rauch, treten mit einem umfassenden Programm an, das soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Stadtentwicklung und transparente Politik in den Mittelpunkt stellt. Unterstützung kommt auch aus der Bundespolitik: Klimaschutzministerin Leonore Gewessler war am Donnerstag in Feldkirch zu Gast und unterstrich die Bedeutung der Gemeinderatswahl für die Zukunft der Stadt.

„Wir wollen gestalten, nicht nur verwalten“
Clemens Rauch (31) ist Stadtrat und Lehrer. Seit mehr als 15 Jahren engagiert er sich politisch – zunächst bei den Jungen Grünen, seit 2020 in der Stadtvertretung. Nun strebt er die nächste Verantwortungsebene an: „Feldkirch hat enormes Potenzial. Ich setze mich dafür ein, diese Chancen bestmöglich zu nutzen“, so Rauch. Er sieht sich als Alternative zur derzeitigen schwarz-blauen Stadtregierung: „Wir sind die einzige realistische Option für alle, die einen politischen Wechsel wollen. Wer keine schwarz-blaue Stadtregierung will, muss Grün wählen.“

Ein zentrales Anliegen seines Wahlprogramms ist die Verkehrswende. Die Grünen fordern einen verstärkten Ausbau der Radinfrastruktur, um den Anteil des Radverkehrs bis 2030 von derzeit 23 auf 30 Prozent zu steigern. „Seit 2017 ist der Radverkehrsanteil in Feldkirch von 17 auf 23 Prozent gestiegen. Das zeigt: Die Menschen sind bereit, auf das Rad umzusteigen – wir müssen ihnen nur die richtigen Bedingungen bieten“, betonte Rauch im Rahmen des Pressegesprächs.

Klimaschutz als Priorität
Auch Bundesministerin Gewessler hob die Bedeutung einer gut ausgebauten Radverkehrsinfrastruktur hervor: „Sichere Radwege, sinnvolle Umsteigemöglichkeiten und eine leistungsfähige öffentliche Infrastruktur bewirken, dass Menschen umsteigen. Und genau darum geht es: Niemand soll sich fürchten müssen, wenn er aufs Rad steigt – es muss sicher, umweltfreundlich und bequem sein.“

Vorarlberg hat in den vergangenen Jahren stark von Bundesförderungen für den Radverkehr profitiert. Laut Ministerium wurden zwischen 2020 und 2024 rund 91 Euro pro Vorarlberger aus Förderbudgets erhalten – ein Spitzenwert im Bundesländervergleich. Doch Gewessler stellte klar: „Auf Landesebene gibt es nun weniger Rückenwind für die Verkehrswende, und auf Bundesebene weht mit der FPÖ eher Gegenwind. Umso wichtiger ist es, dass starke Grüne in den Gemeinden die Mobilitätswende vorantreiben.“

Mehr Grünflächen und leistbares Wohnen
Neben der Mobilität setzen die Grünen auf mehr Begrünung und eine soziale Stadtentwicklung. Sie fordern zusätzliche Bäume, Fassadenbegrünungen und Parks in allen Stadtteilen. „Wir wollen die Stadt grüner gestalten, denn eine begrünte Stadt erhöht nicht nur die Lebensqualität, sondern sorgt auch für Abkühlung bei Hitzewellen“, so Rauch.

Ein weiteres zentrales Thema ist leistbares Wohnen. 600 neue gemeinnützige Wohnungen und gezielte Maßnahmen sollen helfen, den steigenden Mietpreisen entgegenzuwirken. Zudem wollen die Grünen konsumfreie Begegnungsräume schaffen, Kulturprojekte fördern und Schulen sowie Kinderbetreuungseinrichtungen ausbauen. „Unsere Bildungsinfrastruktur muss kontinuierlich weiterentwickelt werden. Dazu gehören moderne, helle Klassenräume, eine digitale Grundausstattung und faire Arbeitsbedingungen für das pädagogische Personal“, betont Rauch.

Feldkirch soll „aufblühen“
Mit einem ambitionierten Programm präsentieren sich die Grünen als Gegenmodell zur derzeitigen Stadtregierung. „Wir haben die Ideen, die Feldkirch voranbringen. Jetzt wollen wir sie umsetzen“, so Rauch. Ob die Feldkircher Bevölkerung den Grünen diesen Gestaltungsauftrag erteilt, entscheidet sich bei der Wahl am 16. März.