Zukunftsplanungen in Rankweil im Endstadium

Heimat / 21.01.2025 • 11:43 Uhr
Viele Experten mit Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall und Gemeindevertreter Johannes Herburger haben jahrelang am bestmöglichen REP gearbeitet.
Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall und Gemeindevertreter Johannes Herburger haben mit Experten jahrelang am bestmöglichen REP gearbeitet. vn/tk

Flächenwidmungsplan, Wohnbau und Mobilität im Fokus des Räumlichen Entwicklungsplans.

Rankweil Johannes Herburger, Gemeindevertreter und Spitzenkandidat für die Gemeindewahlen des Grünen Forums Rankweil, sieht dringenden Handlungsbedarf in zentralen Planungsfragen der Marktgemeinde. Besonders die Überarbeitung des Flächenwidmungsplans und des Bebauungsplans steht für ihn an oberster Stelle. Der Bebauungsplan etwa wurde seit über 30 Jahren nicht aktualisiert, was den dringenden Handlungsbedarf unterstreicht.

Johannes Herburger weist darauf hin, dass der räumliche Entwicklungsplan (REP) zwar in einer öffentlichen Sitzung vor Kurzem mehrstimmig von allen Fraktionen vom Grünen Forum, Volkspartei, SPÖ und FPÖ beschlossen wurde, doch nun die nächsten Schritte folgen müssen. Die Überarbeitung und Anpassung des Flächenwidmungsplans sowie des Bebauungsplans sind essenziell, um die inhaltlichen Vorgaben des REP in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Herburger hat an der Fertigstellung des REP für die Gemeinde Rankweil einen großen Anteil und viel Zeit investiert.

Leistbare Wohnräume

Besonderen Wert legt Herburger auf die Schaffung von Wohnraum für junge Menschen. Er wünscht sich, dass die Gemeindepolitik verstärkt über die Realisierung gemeinnütziger Wohnungen und neuer Wohnangebote nachdenkt. „Es ist entscheidend, dass junge Menschen in verschiedenen Lebensphasen in Rankweil leistbaren Wohnraum finden und hier eine Perspektive haben“, betont er. Auch die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern spielt für ihn eine zentrale Rolle. Bei geplanten Gebietsentwicklungen sei es unerlässlich, die Anrainer frühzeitig in die Planungen einzubinden, um deren Interessen und Sorgen zu berücksichtigen, auch wenn es in der Natur der Sache liegt, dass nie alles zu 100 % berücksichtigt werden kann.

Moderner Ortskern

Ein weiterer Fokus liegt auf der Gestaltung und Entwicklung des Ortskerns im Zentrum von Rankweil. Herburger erwartet, dass dieses Thema in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle spielen wird. Auch das Entwicklungskonzept das für Brederis beschlossen wurde, soll in eine Umsetzung kommen. Mit dem REP werden auch bestehende Grünflächen, Naherholungsgebiete und landwirtschaftliche Produktionsflächen geschützt und können darauf aufbauend weiterentwickelt werden.

Die vorliegenden Herausforderungen sind komplex, doch Herburger zeigt sich optimistisch: „Mit einer zielgerichteten und transparenten Planung können wir Rankweil nicht nur lebenswerter, sondern auch zukunftssicher gestalten.“ Der Räumliche Entwicklungsplan ist ein strategisches und verbindliches Planungsinstrument der Marktgemeinde Rankweil. Experten mehrerer Planungsbüros sowie Vertreter aus Verwaltung und Politik der Marktgemeinde haben als Planungsteam die vergangenen Jahre den Roh-Entwurf des REP für Rankweil ausgearbeitet. Mehr als vier Jahre dauerte es, ehe der verpflichtende Plan nun vor der Umsetzung steht. In mehreren Veranstaltungen im Vereinhaus oder im Bresnersaal wurden die mehr als 12.000 Bürger über dieses Projekt informiert. Der REP setzt sich mit den Bereichen Bauen, Wohnen sowie Sozial- und Wirtschaftsräumen, Natur- und Freiräumen und den damit verbundenen Themen Energiewende, Klimaschutz und Klimawandelanpassung auseinander.

Der Räumliche Entwicklungsplan ist laut dem Land Vorarlberg verpflichtend für jede Gemeinde in Vorarlberg zu erstellen und wird nun von der Marktgemeinde Rankweil verordnet. Die zukünftige Entwicklung des Lebensraum Rankweil wird durch das REP in zielgerichtete Maßnahmen gelenkt. VN-TK