“Das Älplerleben ist eine Sucht”

Anna Engstler und Mathias Klocker präsentierte ihr Buch „Zweite Heimat“.
Wald a. A. Anna Engstler und Mathias Klocker besuchten im vergangenen Sommer alle 17 Alpen im Klostertal. Während Anna sich auf die Gespräche mit den Älplern konzentrierte, ließ Mathias dem Fotografieren freien Lauf. Von der niedrigsten Alpe Gavar bis zur höchstgelegenen Alpe Brazer Staffel – jede Alpe hat seinen eigenen Charme, ob landschaftlich oder Älpler.

Bei der Präsentation ihres Buches bedankten sie sich insbesondere bei Tabea Martin für die Gestaltung, Harry Gamper für den professionellen Druck und den Älplern der Klostertaler Alpen für ihre wunderschönen Geschichten. Das Buch „Zweite Heimat“ umfasst die Themen Verortung, 17 Alpgeschichten, Nachwort, einen Text über Anna und Mathias und ein „Wir sagen danke“. „Es war eine außergewöhnliche Zeit mit vielen Eindrücken, Inspiration und Erlebnissen“, sind sich die Zwei einig.

Wunder der Landschaften
Am Anfang der Präsentation erhielten die vielen Besuchern, darunter auch die Älpler und Alpobmänner, von Joschi Kaiser interessante Daten zur Entstehung der Alpen im Klostertal. „Ich wünsche allen die Zeit und Ruhe, die Wunder der Landschaften, der Alpen zu sehen und genießen zu können“, freut er sich über das sehr gelungene Werk.

Das Buch spiegelt den Alpalltag, die Landschaften und die Persönlichkeiten der Älpler wider. In einem kurzen Interview mit Conny Kohler, die mit ihrem Mann Christian den 21. Sommer auf der Alpe Dalaaser Staffel verbracht hatte. „Für mich ist der Dalaaser Staffel meine zweite Heimat geworden. Umso älter ich werde, umso mehr schätze ich die schöne Landschaft“, freut sich Conny schon jetzt auf den nächsten Alpsommer. „Das Älplerleben ist wie Fieber, wie eine Sucht“, sind sich die Älpler einig.

Sternschnuppennacht
Die zwei Buchautoren berichteten von einigen ihren Erlebnissen während ihren Besuchen auf den Alpen des Klostertales. Da gab es lustige Gegebenheiten auf der Alpe, lustige Begegnungen mit Wildtieren, eine eher wilde Fahrt von der Alpe Mason ins Tal und eine Sternschnuppennacht auf der Alpe Formarin. Ein Schmankerl aus den 17 Alpgeschichten gab Anna Engstler zum Besten, bevor Martina Barbisch (Älplerin auf der Alpe Heuberg) und ihr Musiklehrer musikalisch unterhielten.

Arbeitskolleginnen von Anna Engstler (Alpenregion Bludenz) und Älpler der Satteinser Alpe sorgten dafür, dass die Besucher mit Getränken versorgt wurden. Den Hunger konnten sie mit Käse von der Nenzigastalpe stillen. Diese Alpe wird schon seit einigen Jahren von Senn Peter Burtscher betreut und ist die einzige Alpe des Tales, auf der die Milch vor Ort verarbeitet wird. DOB






