„In jedem einzelnen Stück steht bereits der Name des zukünftigen Besitzers“

Mit der Neueröffnung ihres zweiten Geschäfts bringt Nirmala Niederdorfer noch mehr Nepal nach Feldkirch.
Feldkirch In der Abgeschiedenheit Südasiens, zwischen den schneebedeckten Gipfeln Tibets und den weiten Ebenen Indiens, erstreckt sich Nepal. Aus diesem fernen Land stammt Nirmala Niederdorfer, die mit ihrem Geschäft „CASHMERE & ART“ ein Stück ihrer Heimat nach Feldkirch gebracht hat. Nun lädt die 51-Jährige zur Eröffnung ihrer zweiten Filiale im historischen „Himmer-Haus“ ein.

Von Südasien nach Vorarlberg
„Meine Mama hatte ein Geschäft in Nepal“, erinnert sich Nirmala an ihre Kindheit. „Meine Geschwister und ich durften dort immer mithelfen und so konnte ich viel von ihr lernen. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt sie lächelnd. Dass sie einmal zwei Geschäfte in Österreich besitzen und hier wohnen würde, hätte sich die gebürtige Nepalesin jedoch nicht gedacht. Viele Jahre lebte sie in ihrem Heimatland. „Ich habe einmal drei Monate lang Japan bereist. Für mich war aber immer klar, dass ich nach Nepal zurückkomme“, erzählt sie.

Jahre später wurde Nirmala jedoch wieder vom Fernweh gepackt und reiste nach Tokio. „Der Plan war, einige Zeit in Japan zu sein und anschließend wieder nach Nepal zurückzukehren. Aus ‚einiger Zeit‘ wurden dann aber doch fünf Jahre“, lacht die Feldkircherin. Im „Land der aufgehenden Sonne“ arbeitete Nirmala als Dolmetscherin – ein Leichtes für das Sprachtalent, das insgesamt sieben verschiedene Sprachen spricht, darunter Japanisch, Hindi, Englisch und Sanskrit. „Dort habe ich dann auch meinen Mann kennengelernt“, erzählt sie strahlend.

Ein Stück Heimat in Vorarlberg
Seit 2007 lebt die gebürtige Nepalesin nun in Feldkirch. Zwei Jahre später eröffnete sie ihr erstes Geschäft, in dem sie feine Kaschmir-Waren wie Pullover oder Schals, aber auch Schmuck und Dekoartikel aus ihrem Heimatland anbietet. Eilig mit dem Verkaufen hat sie es dabei jedoch nicht. „Ich sage immer, dass in jedem einzelnen Stück bereits der Name des zukünftigen Besitzers steht“, lacht die 51-Jährige und fügt hinzu: „Man braucht lediglich Geduld. Diese Einstellung hat mir meine Mama fürs Leben mitgegeben.“

Klangschalen und Begegnungen
Ihre zweite Filiale dient als Erweiterung zum ersten Geschäft. Dort bereichern nun Klangschalen aus Nepal und Tibet das Sortiment. Doch das Herzstück ihrer Geschäfte sind nicht die Waren, sondern Nirmala selbst, denn für sie stehen die Menschen im Vordergrund. „Ich schätze den persönlichen Kontakt sehr. Mich mit den Leuten zu unterhalten, ihnen zuzuhören und eine Verbindung zu ihnen aufzubauen, das begeistert mich am meisten“, erzählt sie mit einem Lächeln.

Wohltuende Schwingungen
Diese Einstellung spiegelt sich auch in ihren Angeboten wider. Wer in ihren Laden kommt, darf sich über kostenlose Klangschalentherapien freuen. Dabei schlägt Nirmala Klangschalen auf oder in der Nähe des Körpers an. Die erzeugten Schwingungen und Töne sollen das Wohlbefinden fördern, Stress reduzieren und frische Energie spenden. „Wir haben zwei Hände bekommen, eine zum Geben und eine zum Nehmen. In meiner Kultur ist es wichtig, immer zuerst zu geben, bevor man etwas nimmt. Ich möchte den Menschen, die hier hereinkommen, etwas geben und ihnen eine Freude bereiten“, sagt sie strahlend.

Feierliche Eröffnung
Am Samstag, 23. November, um 14 Uhr findet die offizielle Eröffnungsfeier des neuen Geschäftslokals in der Schmiedgasse 17 in Feldkirch statt. Dompfarrer Fabian Jochum wird gemeinsam mit Bischofsvikar Rudolf Bischof und Mönchen vom Kloster Letzehof den „Segen von oben“ spenden. Auch Bürgermeister Manfred Rädler wird die Filiale im Beisein der Feldkircher Kaufmannschaft begrüßen. Zusätzlich wird Nirmala ihre Gäste mit den nepalesischen Spezialitäten Samosa mit Tomaten-Chili-Sauce und Pulau verköstigen.






