Festival als Besuchermagnet

Montafoner Resonanzen begrüßten bisher doppelt so viele Besucher wie 2023 zur selben Zeit.
Bartholomäberg „Traditionell wandern die Volksmusiktage am Sonntagmittag auf das Rellseck oberhalb Bartholomäberg”, hieß es in der Einladung zum vierten der insgesamt sechs Schwerpunkte des Musikfestivals Montafoner Resonanzen. Wetterbedingt fiel die 30. Bergmesse und das Weisenblasen beim Alpengasthaus Rellseck allerdings ins Wasser und dies bedauerlicherweise zum zweiten Mal in Folge. Künftig soll der Abschluss der Montafoner Resonanzen auf jeden Fall am “Sonnenbalkon” stattfinden – Wetter hin oder her. Als Veranstaltungsort würde sich der Gemeindesaal eignen.

Bartholomäberg war in diesem Jahr immerhin Schauplatz der Eröffnung der Volksmusiktage. Zur Freude des Publikums, unter das sich Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink gemischt hatte, spielten eine Formation aus Tirol und drei Formationen aus dem Ländle auf: die Panzlmusig, die Alpdudler, Philipp und Anton Lingg sowie die Sibner Partie.

„Einfach richtig gut“ fühlte sich der Bürgermeister der Gemeinde Bartholomäberg, Martin Vallaster, nach eigenen Worten anlässlich des Schwerpunkt-Auftaktes. „Ich rede hochdeutsch, damit unsere Urlaubsgäste verstehen können, was ich sage. Denn alle nördlich von Stuttgart haben größte Mühe, mit unserem Dialekt klarzukommen. Das ist ein wunderschöner Platz hier, der Widumplatz, und ich bin froh und dankbar, dass wir vor ungefähr 20 Jahren die geniale Idee hatten bei uns in der Gemeinde, diese Fläche zwischen dem Bärger Lädili und dem neuen Pflegeheim als sogenannten Generationenplatz im Flächenwidmungsplan auszuweisen; das heißt, dieser Platz bleibt unverbaut und das wird der zukünfitige Veranstaltungsplatz werden für Konzerte, unabhängig welcher Art. Ich glaube, das Ambiente, die Kulisse hier am Bartholomäberg ist einzigartig.” Fasziniert zeigte sich der Gemeindechef, „mit welcher Begeisterung die Musikantinnen und Musikanten auf der Bühne stehen”.

Der organisatorische Leiter der Montafoner Resonanzen, Markus Felbermayer, sagte: „Die Vorläufer der Montafoner Resonanzen sind hier in Bartholomäberg von Erwin Vallaster, dem Vater des jetzigen Bürgermeisters, gemeinsam mit Bernd Becher gegründet worden; das waren die Montafoner Sommerkonzerte, die den Schwerpunkt Orgel und Blechbläser hatten. Das hat sich dann weiterentwickelt zum Montafoner Sommer und seit acht Jahren gibt es die Montafoner Resonanzen. „Mir war es wichtig, dass wir über den Titel transportieren, dass es sich um eine musikalische Veranstaltungsreihe handelt. Wir haben begonnen mit den Bläsern und haben da einen Vorarlberg-Schwerpunkt gehabt mit V-Töne, das war ein fantastisches Eröffnungskonzert in der Alten Pfarrkirche Vandans und hier in der Pfarrkirche Bartholomäberg mit dem Rheingold Quartett. Dann hatten wir den Jazz-Schwerpunkt und haben da ein ganz tolles Konzert im Vergaldner Wäldli in Gargellen gehabt”, führte Markus Felbermayer weiter aus. Danach ging es weiter mit dem Genre Kammermusik. “Wir hatten da am dritten Veranstaltungstag ein ganz tolles Konzert im Sternensaal in Schruns, der ausverkauft war und da war es für mich sehr erfreulich, dass mindestens zwei Drittel einheimische Besucher waren.”

Der Volksmusikteil vom Freitag bis Sonntag konnte am letzten Tag wetterbedingt nicht am Rellseck am Bartholomäberg abgeschlossen werden. Die noch bevorstehenden Schwerpunkte sind Cross Over und Orgel. „Im Tal haben wir ja so wunderbare historische Orgeln haben, das Genre Orgel haben wir bei den Montafoner Resonanzen als fixen Programmpunkt mit eingebaut. Die Zahl der Einheimischen hat kräftig zugenommen bei den unterschiedlichen Genres, auch bei Kammermusik und Orgel; das zunehmende Interesse dafür war ursprünglich nicht zu erwarten. Wir haben dieses Jahr einen starken Zulauf, das heißt, dass wir jetzt bereits doppelt so viele Besucher hatten, wie im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt.” SCO
