“Ich kann mir gut vorstellen, Redakteurin zu werden”

Emma und Tabea sind Redakteurinnen in der Kinderstadt KleinFeldkirch. Die VN haben sie bei ihrem Arbeitstag begleitet.
Feldkirch Im Alten Hallenbad in Feldkirch herrscht reges Treiben. Die Kinderstadt KleinFeldkirch ist dort Anfang der Woche eingezogen. Kinder übernehmen für ein paar Tage die Kontrolle über die Mini-Stadt, schlüpfen in verschiedenste Berufe und erleben, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen.

Inmitten der lebendigen Szenerie sind die beiden Nachwuchsredakteurinnen Emma und Tabea unterwegs. Ihr Ziel: eine Reportage darüber zu schreiben, was eine Spenglerei von einer Tischlerei unterscheidet.
Was unterscheidet den Spengler vom Tischler?
Ihr erster Stopp führt die beiden zur Spenglerei der Großhammerzunft Feldkirch. Dort werden sie von Betreuer Engelbert empfangen. “Wir wollen wissen, was genau ein Spengler macht”, startet Emma ins Interview und steht bereits mit Notizblock und Stift bereit. Der pensionierte Spengler, der ehrenamtlich als Betreuer bei der Kinderstadt dabei ist, führt die beiden durch die Werkstatt und erklärt ihnen, dass Spengler hauptsächlich mit Metall arbeiten. “Der Spengler ist der Experte für alles, was mit Metall am Haus zu tun hat. Dachrinnen und Schornsteine zum Beispiel”, erläutert Engelbert und führt weiter aus: “Hier in KleinFeldkirch fertigen wir Werkstücke wie Metallblumen für den Garten an.” Die Nachwuchsredakteurinnen wollen es aber genauer wissen und lassen sich den Entstehungsprozess sowie den Vorgang des Lackierens bestens von Engelbert erklären.


Mit den ersten Informationen auf dem Notizblock starten Emma und Tabea los zur Tischlerei. Betreuer Jan erklärt ihnen, dass Tischler vor allem mit Holz arbeiten. “Ein Tischler fertigt unter anderem auch Möbel, Türen und Fensterrahmen an”, sagt Jan. Er erklärt ihnen, dass in der Kinderstadt mit Bausätzen gearbeitet wird. Einen Geist mit Hintergrundbeleuchtung, den man als Nachttischlampe verwenden kann, zeigt er den Beiden als Beispiel. “Die Kinder müssen den Geist aus der Holzplatte aussägen, auf einer Halterung anbringen und die LED-Beleuchtung dahinter aufkleben”, erklärt er ihnen. Emma notiert fleißig alles, während Tabea sich die verschiedenen Werkzeuge ansieht und bereits überlegt, welche Motive sich am besten für Fotos eignen.



Inklusion
Zum Abschluss ihrer Recherche besuchen die Nachwuchsredakteurinnen die Inklusions-Station der Kinderstadt. “Die sollte man auch mal groß erwähnen”, sind sich die beiden einig. Von den Betreuerinnen Alina und Lea erfahren sie, was Inklusion bedeutet: “Inklusion bedeutet, dass jeder, unabhängig von seinen Fähigkeiten oder Einschränkungen, hier seinen Platz findet und etwas beitragen kann.” Bei der Inklusions-Station können die Kinder zur Ruhe kommen, verschiedene Spiele spielen oder auch die Zeichen der Gebärdensprache lernen, wird Emma und Tabea erklärt.



Berufswunsch Redakteurin?
Mit einem Block voller Notizen und vielen neuen Eindrücken kehren Emma und Tabea schließlich in die Redaktion der Kinderstadt zurück. Ihre Reportage wird nicht nur die Unterschiede zwischen einer Spenglerei und einer Tischlerei beleuchten, sondern auch die Bedeutung von Inklusion und gemeinschaftlichem Miteinander in KleinFeldkirch hervorheben.


Die beiden Mädchen sind von ihren Erlebnissen so beeindruckt, dass sie schon über ihre berufliche Zukunft nachdenken. “Es war cool, einmal in den Beruf hineinschlüpfen zu können. Ich kann mir gut vorstellen, später einmal Redakteurin zu werden. Es ist spannend, Interviews zu führen und so neue Dinge zu erfahren”, erzählt Emma. Tabea hingegen meint: “Ich glaube, ich würde dann doch lieber Pressefotografin werden. Es macht mir Spaß, die richtigen Momente festzuhalten.”




