Goldhelm bringt Feuerwehr Düns ans Ziel ihrer Träume

Beim Landesfeuerwehrfest in Lauterach hat es im zwölften Anlauf endlich geklappt.
Lauterach Dank Platzsprecher Bertram Leitner wussten es alle im Stadion Bruno Pezzey: nach exakt zehn Stunden und drei Minuten Wettbewerb bringt der letzte Löschangriff des Tages die Entscheidung um den Goldenen Helm 2024. Und Leitner nannte auch die exakte Sollzeit für die letzte Wettkampfgruppe: Schnifis ging aus dem Grunddurchgang mit einem Guthaben von 1,21 Sekunden gegenüber Düns auf die Bahn. Als rund 40 Sekunden später die Zeit aufleuchtet, brandet vor der Tribüne unbeschreiblicher Jubel auf – bei der Wettkampfgruppe aus Düns und deren mit Kuhglocken bewaffneten Fanclub. Schnifis hat es nicht geschafft, der Vorsprung hat nicht gereicht, um Düns in Schach zu halten.

Im zwölften Anlauf geschafft
Während Schnifis sogar noch hinter Sibratsgfäll, das vom fünften auf den zweiten Rang vorstieß und Bezau sogar auf Rang vier zurückrutschte, führten Kommandant Manuel Reiter und seine Mannen wahre Freudentänze auf – „endlich geschafft!“ jubelte die Truppe, die in den vergangenen Jahren immer wieder ganz nahe daran war. Lauterach war die zwölfte Finalqualifikation für die Gruppe, die sich in den vergangenen zwei Jahren auch für den in knapp zwei Monaten in Feldkirch stattfindenden 14. Bundesbewerb qualifizieren konnte. Auf diesen bereiten sich Mario Egger, Florian Mähr, Manuel Reiter, Thomas Schregenberger, Patrick und Lucas Schnetzer, Marc Jochum, Daniel Mähr und Manuel Hartmann auch seit Monaten gewissenhaft vor. Der Goldene Helm hatte eigentlich keine Priorität – das Training auf den Bundesbewerb hatte offenbar einen überraschenden Nebeneffekt.

Bezirk Feldkirch ganz groß
Der erstmalige Gewinn des seit 1969 umkämpften Goldhelms überstrahlt das Ergebnis für die Feuerwehren aus dem Bezirk Feldkirch, ist aber nicht der einzige Erfolg, denn im Bewerb FLA Bronze A siegte Viktorsberg im Grunddurchgang vor Düns, Zwischenwasser und Laterns sowie Alberschwende und Schwarzach – im Finale reichte der Vorsprung, um 1,2 Punkte vor Zwischenwasser, das den Platz mit Düns tauschte, zu gewinnen.

Eine Gruppe der Feuerwehr Düns holte sich auch im Bewerb BFLA Bronze A den Sieg vor Au und Großdorf. Schließlich gab es noch einen zweiten Platz für die Feuerwehrjugend aus Schlins, die sich nur Blons geschlagen geben musste.

An Grenzen der Machbarkeit
Lauterach erlebte nach neun Jahren (Andelsbuch 2015) Pause wieder ein „richtiges“ Landesfeuerwehrfest. Zuletzt wurden die Leistungswettbewerbe ohne das große Rahmenprogramm mit Festauftakt am Freitag sowie Frühschoppen, Umzug und Ausklang am Sonntag organisiert und die Veranstaltung blieb auf die Leistungsbewerbe am Samstag beschränkt.
Lauterach wagte – 63 Jahre nach dem ersten Landesfeuerwehrfest in der Hofsteiggemeinde – heuer wieder ein „komplettes“ Fest und stieß damit an die Grenzen der Machbarkeit. Mehr als 1.500 Aktive bei den Leistungsbewerben, mehr als 100 Feuerwehren, Musikkapellen und Fahrzeuge mit rund 3.000 Teilnehmern – da war klar, dass selbst das Riesenzelt samt Bar und Weinlaube aus allen Nähten platzen musste.

Krönender Festabschluss war nach dem Umzug samt Fahneneinzug der Konzertnachmittag, den die teilnehmenden Musikvereine bestritten. Beim Gesamtchor ließen Hunderte Musikantinnen und Musikanten dann einen Hauch von Musikfest durch das Zelt klingen, als Landeshauptmann Markus Wallner den Bozner Bergsteigermarsch und Landesfeuerwehrinspektor Herbert Österle den Kaiserjägermarsch dirigierten. STP