Bergrettung Vorarlberg zieht Bilanz: Erfolgreiches Jahr und Neuwahlen bei der Landesversammlung

Heimat / 08.05.2024 • 14:49 Uhr
75. Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg
Alter und neuer Vorstand v.l. Burger Martin, Bertram Klehenz, Jürgen Bürkle, Rupert Pfefferkorn, Bernhard Bickel, Daniel Künzler mit Martina Schönherr von der Abteilung 1a und LR Christian Gantner. ALLE BILDER:STO

Bergretter aus dem ganzen Landes waren in Vandans zu Gast und hielten die 75. Landesversammlung ab.

VANDANS Die versammelten Ortsstellenleiter konnten auf ein ereignisreiches Jahr 2023 zurückblicken. „Motivation, hohe Leistungsfähigkeit sowie eine zeitgemäße Infrastrukur und moderne Ausrüstung helfen dabei, auch kritische Situationen und Notfälle erfolgreich zu meistern“, so Landesleiter Martin Burger in seiner Präsentation der stolzen Bilanz der Vorarlberger Bergrettung. 9.053 Stunden leisteten die Bergretter bei 730 bodengebundenen Einsätzen.

75. Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg
v.li. Salome Schauer (Ortsstellenleiter Stv. Vandans), Philip Düngler (Ortsstellenleiter St.Gallenkirch), Andreas Bodingbauer mit seinem Nachfolger als Ortsstellenleiter von Vandans, Laurens Burtscher.

Die 1.389 abgewickelten Flugrettungseinsätze zeigen, dass auch hier die Zahlen nach wie vor sehr hoch sind. Damit die Leistungen der Bergrettung auch weiterhin gut erbracht werden können, wird die Finanzgebarung der Bergrettung jährlich einer strengen Prüfung unterzogen. „Für große Vereine, so auch die Bergrettung, erfolgt dies verpflichtend durch einen externen Wirtschaftsprüfer“, erklärt Finanzreferent Jürgen Bürkle. „Auf Grund der hervorragenden Arbeit in der Geschäftsstelle und der Ortsstellenkassieren, erhielt die Bergrettung auch 2023 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers“, so der Finanzreferent. „Damit auch im Falle eines Falles die Kosten für ihre Bergung gedeckt sind, empfiehlt die Bergrettung z.B. eine Mitgliedschaft im Förderverein, wo um 36 Euro pro Jahr alle im Haushalt lebenden Personen versichert sind,“ so der Rat der Bergrettung Vorarlberg.

75. Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg
v.li, Gebietsstellenleiter Reihntal, Gerold Lang, Ortsstellenleiter Lech, Manfred Meusburger und Altlandesleiter Gebhard Barbisch.

Verantwortung für die Zukunft

„Laut Statuen der Bergrettung sind der Vorstand sowie die Referatsleiter alle drei Jahre neu zu wählen“ erklärte Martin Burger, Geschäftsstellenleiter der Bergrettung Vorarlberg. Der amtierende Vorstand, bestehend aus Landesleiter Martin Burger, Stellvertreter Bertram Klehenz und Finanzreferent Jürgen Bürkle, trat nach neun Jahren zur Seite. „Wie bei den meisten ehrenamtlichen Vereinen ist es auch bei der Bergrettung trotz 1.400 Mitglieder nicht einfach, Leitungspositionen zu besetzen“, so Thomas Oesterle, der Vorsitzende des Landesausschusses, quasi dem „Aufsichtsrat“ und strategischem Gremium der Vorarlberger Bergretter. Die Gründe dafür sind so vielfältig, wie die Kandidatenliste, die auf Grund eines neuen Auswahlverfahrens erarbeitet wurde. Nach intensiven Gesprächen und unzähligen Telefonaten, konnte so den OrtstellenleiterInnen ein sehr gutes Team zur Wahl vorgelegt werden.

75. Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg
Geschäftsfüher und „Alt“Landesleiter Burger Martin (li) gratuliert dem neuen Landesleiter Rupert Pfefferkorn (re) aus Tschagguns.
75. Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg
Landesleiter Bergrettung Tirol, Hermann Spiegl bei seinen Grußworten.

Zum neuen Landesleiter wurde Rupert Pfefferkorn aus Tschagguns, zum Stellvertreter Bernhard Bickel aus Raggal und zum neuen Landesfinanzreferenten Daniel Künzler aus dem Kleinwalsertal gewählt. Bei ihnen liegt nun die Verantwortung der operativen Entscheidungen zusammen mit der Geschäftsstelle und den einzelnen Referaten, die zum Teil ebenfalls neu besetzt und mit mehr Entscheidungskompetenz ausgestattet wurden.

75. Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg
v.li. Altlandesarzt Dr.Fidel Elsensohn, Rainer Schuchter vom Referat Funk und RFL, Andreas Bodingbauer, ehem. Ortsstellenleiter Vandans.
75. Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg
Bergführer Lukas Kühlechner im Gespräch mit LR Christian Gantner.

Struktur, Taktik und viel Lob

Auch im Hintergrund wird an Struktur und Abläufen fleißig gearbeitet. Das neue Personalverwaltungssystem „BRIS“ steht kurz vor dem Echtbetrieb. „Besonders spannend wird auch die Umsetzung der neuen Richtlinien zur Ausbildung und Technik, die mit qualifizierten BergretterInnen aus dem ganzen Land umgesetzt werden sollen“, so der neue Landesausbildungsleiter Roland Jochum aus Nenzing. Das breite Spektrum der Bergrettung bietet natürlich viele Berührungspunkte mit anderen Blaulichtorganisation oder dem Bundesheer.

75. Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg
Blumengrüße und viel Applaus als Dankeschön für die fleißigen Damen der Geschäftsstelle.

Dementsprechend würdigten die anwesenden Vertreter die wertschätzende Zusammenarbeit mit der Bergrettung. Darunter neben Bürgermeister Florian Küng, der Leiterin der Abteilung 1A (Inneres und Sicherheit), Martina Schönherr, der Landesleiter der Bergrettung Tirol, Hermann Spiegl, sowie zahlreiche VertreteInnen der befreundeten Blaulichtorganisationen, alpinen Vereinen und Führungskräften der Bergrettung vergangener Jahre. „Das hohe Sicherheitsniveau in Vorarlberg ist nicht zuletzt Verdienst der vielen engagierte Menschen, die im Dienst der Öffentlichkeit Tag für Tag unverzichtbare ehrenamtliche Arbeit leisten, so Landesrat Christian Gantner in seinen Grußworten beim Festakt in der Rätikonhalle.

75. Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg
Kleine Geschenke für den scheidenden Vorstand, Bürkle Jürgen, Bertram Klehenz, Martin Burger (v.l) vom Tiroler Landesleiter Hermann Spiegl.
75. Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg
Bergretter und Ehrengäste beim Festakt zur 75.Landesversammlung der Bergrettung Vorarlberg in der Rätikonhalle Vandans.

Ein großer Dank gilt der Ortsstelle Vandans für die perfekte Organisation der Landesversammlung und Mo-Catering für die Verpflegung der TeilnehmerInnen, die nach dem offiziellen Teil in gemütlichem Rahmen noch lange über das abgelaufenen Vereinsjahr diskutierten und – wie könnte es anders sein – Pläne für zukünftige Projekte schmiedeten. STO