Wenn das Ergebnis Nebensache wird

Amtierender Handballmeister erteilte dem jungen Team aus Lauterach eine Lehrstunde.
Lauterach Was vor wenigen Monaten noch unvorstellbar war, wurde sensationell Realität: Das junge Team der Lauteracher Handballer empfing in der Meisterrunde der zweithöchsten österreichischen Liga den amtierenden Champion Westwien. Mit bescheidenen Zielen ging man ins Spiel: „Ziel war es, mit höchstens 20 Toren Differenz zu verlieren, für Überraschungen zu sorgen und vor allem viel zu lernen“, formulierte Lauterachs Bürgermeister Elmar Rhomberg die Erwartungen.

Über den Erwartungen zur Pause
Die Vereinsführung, das Trainerteam und die Spieler teilten diese Sicht: „Über das Ergebnis müssen wir nicht viel nachdenken, es wird zur Nebensache. Unser Fokus liegt darauf, uns nach Kräften zu wehren und das Spiel als Lernmöglichkeit zu begreifen“, erklärte Markus Mader, ein Veteran des Handballs in Hard und Gründungsmitglied des Handballclubs Bodensee Lauterach. Trotz seines Rückzugs aus den aktiven Vereinsfunktionen im Vorjahr bleibt er dem Verein eng verbunden.

Mit einem Stand von 12:19 zur Pause übertraf das Team das Ziel – weniger als 20 Tore Rückstand – sogar. Doch lokale Handballexperten waren besorgt. „Westwien, der freiwillig in die zweite Liga abgestiegen ist mangels einer erstligatauglichen Halle in Wien, zeigt dennoch seine Stärke. Wir sind auf eine harte Probe gestellt“, äußerte Rhomberg, ein treuer Fan des Vorarlberger Handballs und Unterstützer des Lauteracher Vereins, dessen Sohn Leo aktiv mitspielt. Der Klub verfolgt eigene Ziele: „Wir haben uns als Amateurverein etabliert, der stolz darauf ist, junge Talente auszubilden, die den Sprung zu den Spitzenteams in Bregenz oder Hard schaffen“, betonten die Vereinsverantwortlichen.

Kampf bis zum Schluss
Die Prognosen trafen ein: Nach der Pause ließ die Kraft der Lauteracher nach, während Westwien seine konditionellen Vorteile ausspielte. Trotz der Time-Outs gelang es erst gegen Spielende, den Rückstand leicht zu verringern. Das Spiel endete mit einem Rückstand von 21 Toren – knapp am Ziel vorbei.

Familiärer Ausklang
Ungeachtet des Ergebnisses fand ein gemütliches Beisammensein statt, unter dem Motto „Wir sind eine große Familie“. Für die Bewirtung sorgte Thomas Linder, während Ferdinand Armellini, Obmann von HandballSpecials Vorarlberg, und Christian Hoch, ehemaliger Nationalspieler und Trainer, eine Weinverkostung anboten. STP



