Miteinander eine Lösung schaffen

Großes Interesse an neuer Genossenschaftsmetzgerei Montafon.
St. Gallenkirch Gutes Fleisch aus der Nähe, kurze Wege für Landwirtschaft und Jagd, mehr Sicherheit in der Lebensmittelversorgung: Es gibt gute Gründe, für das in die Jahre gekommene Schlachthaus in St. Gallenkirch eine regionale Nachfolgelösung zu finden. Wie eine solche aussehen könnte, darüber informierten die Projektpartner am 4. Dezember im Gemeindesaal St. Gallenkirch. Über 120 Besucherinnen und Besucher diskutierten mit, viele bekundeten ihr konkretes Interesse.

Das vielen in der Region bekannte Schlachthaus in St. Gallenkirch ist in die Jahre gekommen, es entspricht aus verschiedenen Gründen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Seit Längerem beschäftigt sich deshalb eine von der Gemeinde St. Gallenkirch koordinierte Arbeitsgruppe mit möglichen Nachfolgelösungen.
Jetzt liegen konkrete Pläne für einen Neubau und für die Organisationsstruktur vor. „Die Einreichplanung für eine neue Genossenschaftsmetzgerei Montafon in St. Gallenkirch liegt bei der Behörde“, so Bürgermeister Josef Lechthaler. Als beste Organisationsform hat sich eine Genossenschaft herausgestellt: „Hier können alle Mitglied werden, die eine regionale Lösung mittragen wollen, auch, wenn sie selbst nichts zu schlachten haben. Egal, ob Landwirt oder Jäger, ob Betrieb oder Person, ob Einheimischer oder Gast“, erläutert Josef Lechthaler.

Sehr großes Interesse
Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgruppe unter Bürgermeister Josef Lechthaler, die Planer Philipp Rust und Thomas Walder sowie Genossenschaftsexpertin Katharina Metzler von der Raiffeisenlandesbank informierten umfassend über den aktuellen Arbeitsstand. In den anschließenden Gesprächen zeigte sich das breite Interesse an einer guten Lösung für die Region.
Die Vorteile für regionale Lebensmittel und das Tierwohl wurden mehrfach betont, aber auch die Herausforderung, die Genossenschaftsmetzgerei kostendeckend zu führen. Das Bäuerinnenbuffet von bewusstmontafon sorgte bestens für das leibliche Wohl.
Genossenschafter werden
Die Botschaft an dem Abend war deutlich: „Fleisch von Tieren aus Stall und Wald kann nur dann wirklich regionales Lebensmittel sein, wenn es auch in der Region verarbeitet werden kann. Eine gemeinsame Metzgerei im Montafon ist daher wichtig für uns alle“, fasst Bürgermeister Josef Lechthaler zusammen.
Interessierte Betriebe und Personen sind jetzt herzlich eingeladen, die neue Metzgerei mitzutragen und Genossenschafterin oder Genossenschafter zu werden.