Benefizaktion im Wintermärchen

Heimat / 23.11.2023 • 08:00 Uhr
Am Sonntag war Reuthes Bürgermeisterin Bianca Moosbrugger-Petter mit ihrem Team für das leibliche Wohl der Gäste verantwortlich. <span class="copyright">STP/7</span>
Am Sonntag war Reuthes Bürgermeisterin Bianca Moosbrugger-Petter mit ihrem Team für das leibliche Wohl der Gäste verantwortlich. STP/7

Die Gemeindevertretungen wirteten wieder zugunsten des Krankenpflegevereins Bezau-Reuthe.

Bezau Seit 2014 engagieren sich Gemeindemandatarinnen und -mandatare aus Bezau und Reuthe für den Krankenpflegeverein, indem sie zwei Tage lang im Panoramarestaurant Baumgarten hoch über Bezau die Gäste bewirten.

Ganz spezielle Gäste nützten die Benefizaktion dazu, den Alltag für ein paar Stunden zu vergessen: Ivan und Viktoria Storozuk aus der Ukraine leben und arbeiten seit einigen Jahren in Vorarlberg. Nach dem russischen Überfall auf ihr Heimatland haben sie Familienmitglieder zu sich ins Ländle nachgeholt und konnten ihnen ein schönes Stück Bregenzerwald zeigen.
Ganz spezielle Gäste nützten die Benefizaktion dazu, den Alltag für ein paar Stunden zu vergessen: Ivan und Viktoria Storozuk aus der Ukraine leben und arbeiten seit einigen Jahren in Vorarlberg. Nach dem russischen Überfall auf ihr Heimatland haben sie Familienmitglieder zu sich ins Ländle nachgeholt und konnten ihnen ein schönes Stück Bregenzerwald zeigen.

Die Gastronomen aus beiden Gemeinden liefern Zutaten für das Bauernbuffet, während fleißige Bäckerinnen für köstlichen Kuchen sorgen. Die Seilbahn, normalerweise zwischen Sommer- und Wintersaison in Revisionspause, öffnet für ein Wochenende zu einem Sonderpreis und spendet ihre Einnahmen ebenfalls an die Krankenpflege.

Nach getaner Arbeit hatten sich Bürgermeister Josef Graf (r.) und seine Vorgänger Gerhard Steurer und Georg Fröwis – seit 2021 Krankenpflege-Obmann – ein edles Tröpfchen redlich verdient.
Nach getaner Arbeit hatten sich Bürgermeister Josef Graf (r.) und seine Vorgänger Gerhard Steurer und Georg Fröwis – seit 2021 Krankenpflege-Obmann – ein edles Tröpfchen redlich verdient.

Fahrt in den Winter

Nach einem Wintereinbruch am Vortag verwandelte sich Baumgarten in ein Wintermärchen mit rund 40 Zentimeter Neuschnee. Kinder erfreuten sich im frischen Weiß, tobten im Schnee und lieferten sich die ersten Schneeballschlachten des Jahres. Inmitten dieses Wintermärchens äußerten die Seilbahnverantwortlichen einen Weihnachtswunsch an Petrus und Frau Holle: „So einen Schnee wünschen wir uns zu Weihnachten.“

Wie Christoph (l.) und Arno aus Bregenz nützten auch einige Paragleiter die zusätzlichen Betriebstage der Bahn für letzte Flüge der Saison.
Wie Christoph (l.) und Arno aus Bregenz nützten auch einige Paragleiter die zusätzlichen Betriebstage der Bahn für letzte Flüge der Saison.

Bahn ist eine Erfolgsgeschichte

Die Wintersaison 2022/23 war kurz, mit lediglich drei Wochen Skibetrieb und rund 20.000 Fahrgästen – deutlich unter dem Durchschnitt. Trotzdem überschritt das Fahrgastaufkommen in diesem Jahr die Marke von 130.000, ein Wert, der beim Bau der neuen Bahn als betriebswirtschaftlich notwendig angesehen wurde.

Traditionell gab es als Vorspeise köstliche Suppen, zum Hauptgang ein heimisches Bauernbuffet mit „Gsottena Grumpora“ und zum Dessert eine Auswahl an selbst gemachten Kuchen.
Traditionell gab es als Vorspeise köstliche Suppen, zum Hauptgang ein heimisches Bauernbuffet mit „Gsottena Grumpora“ und zum Dessert eine Auswahl an selbst gemachten Kuchen.

Seit ihrer Inbetriebnahme im Dezember 2010 beförderte die Bahn etwa 1,8 Millionen Passagiere, was – trotz der Corona-Einschränkungen – einem jährlichen Durchschnitt von fast 140.000 Fahrgästen entspricht.

Für den langjährigen, inzwischen pensionierten Gemeindearzt, ehemaligen Gemeindemandatar, Vizebürgermeister und Interimsbürgermeister Dr. Jodok Fink war die Benefizaktion natürlich ein Pflichttermin.
Für den langjährigen, inzwischen pensionierten Gemeindearzt, ehemaligen Gemeindemandatar, Vizebürgermeister und Interimsbürgermeister Dr. Jodok Fink war die Benefizaktion natürlich ein Pflichttermin.

Starkes Signal der Solidarität

Die Benefizaktion, erstmals 2014 organisiert und zweimal Corona-bedingt abgesagt, fand heuer zum achten Mal statt. Sie brachte nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch ein eindrucksvolles Zeichen der Solidarität. „Hunderte Gäste haben wieder ihren Beitrag geleistet“, so Obmann Georg Fröwis. Er betonte die Bedeutung der ideellen Unterstützung: „Es motiviert unser Team enorm, wenn die Wertschätzung für ihre Arbeit durch den Besuch dieser Aktion spürbar wird.“

Kurzfristig für die erkrankten Moonie’s eingesprungen, posierten Jos Franz und Norbert Greber für ein Fotoshooting im Wintermärchen.
Kurzfristig für die erkrankten Moonie’s eingesprungen, posierten Jos Franz und Norbert Greber für ein Fotoshooting im Wintermärchen.

Musikalische Rettung in letzter Minute

Nicht nur den zahlreichen Gästen galt der Dank, auch die Musiker, die für gute Stimmung im Panoramarestaurant sorgten, wurden hochgelobt. Trotz eines Ausfalls – die Moonie’s mussten am Morgen krankheitsbedingt absagen – wurde für Ersatz gesorgt: Jos Franz und Tierarzt Norbert Greber sowie das Trio Stefan Muxel, Alex Wilhelm und Martin Berchtold sprangen am Samstag kurzfristig ein. Am Sonntag spielte dann wie geplant die Formation „Blechig“ (Georg, Toni & Hartwig) auf. STP