Sportgeschäft feiert Jubiläum: Dieses innovative Produkt kommt bald auf den Markt

Im Rahmen der Jubiläumsfeier des Sport Outlets Wilhelmer haben Peter Kasper und Martin Mathies vom Montafoner Steinschaf ein neues, innovatives Produkt vorgestellt.
Bartholomäberg Am Wochenende feierte das Sport Outlet Wilhelmer unter der Leitung von Fabian Wilhelmer sein 15-jähriges Jubiläum. Am 3. Oktober 2008 hat das Geschäft zum ersten Mal für seine Kunden geöffnet. „Unser Weg ist der richtige gewesen und wir werden diesen Weg weitergehen und unsere Ziele verfolgen“, so Seniorchef Franz Wilhelmer. „Ein herzliches Dankeschön an unsere Belegschaft und Kunden.“ Geschäftsleiter des Sport Outlets Wilhelmer, Markus Prähauser, begrüßte ebenfalls die anwesenden Gäste, unter anderem Bartholomäbergs Bürgermeister Martin Vallaster, Vizebürgermeisterin von Vandans, Ina Bezlanovits, und zahlreiche Gemeindevertreter, Geschäftspartner, Bekannte, Freunde und Familienmitglieder. Er bedankte sich beim 14-köpfigen Team, allen voran Stellvertreterin Anita Kesselbacher, Büroleiterin Daniela Berthold und Lagerleiterin Christine Fuchs.


Im Rahmen der Jubiläumsfeier stellten Peter Kasper und Martin Mathies vom Montafoner Steinschaf ein neues innovatives Lifestyle-Produkt vor, das es in dieser Form bisher noch gar nicht gibt. Der Rucksack, den die beiden zusammen mit Simone Neier entwickelt haben, ist zu 100 Prozent natürlich und kompostierbar. „Vom Faden über das Leder bis hin zum Filz ist alles reine Natur“, sagte Martin Mathies. Im Rahmen seines Studiums im Bereich Agrarpädagogik musste er einen Businessplan zu einer Produkterweiterung des Montafoner Steinschafs schreiben. Bei der Recherche hat er nichts über ein zur Gänze natürlich abbaubares Lifestyle-Produkt gefunden. Die Idee zu einem kompostierbaren Rucksack war geboren.


Der Rucksack ist ein reines Naturprodukt und nicht aus recycelten Materialien hergestellt. „Wir haben auf Nachhaltigkeit Wert gelegt“, erzählte Martin Mathies, der einen Biohof mit Montafoner Steinschafen, Kühen, Eseln und Hühnern in St. Gallenkirch hat. „Die Rohstoffe sind alle regional.“ Das Leder kommt aus Süddeutschland, der Filz aus Österreich, entwickelt und genäht wird das Produkt in Vorarlberg. „Das Produkt wird bei uns im Ländle hergestellt“, so Mathies.


Das Leder ist regionales Rindsleder und wird mit Olivenblättern gegerbt. Auf Chemikalien wird verzichtet. Der Faden besteht aus reiner Naturbaumwolle. „Das war die größte Herausforderung, einen Faden zu finden, der kompostierbar ist“, sagte Martin Mathies, denn viele Fäden hätten einen Polyesterüberzug. Die Schnallen aus Metall, ohne die der Rucksack nicht ganz auskommen wird, können vor dem Kompostieren abgeschnitten und retour geschickt werden. Sind die Schnallen noch in einem guten Zustand, werden sie für den nächsten Rucksack wiederverwendet.

Schmeißt man den Rucksack auf den Kompost, verrottet dieser in fünf Jahren. Dabei dauert der Filz drei Jahre, bis er verrottet, das Leder braucht fünf Jahre. Aus dem Kompost wird Erde und aus der Erde wächst Gras, das wiederum die Montafoner Steinschafe essen. So schließt sich der Kreislauf der neuen Produktlinie „The Green Sheep“.


Jetzt werden erst einmal Produkttester gesucht, die den Rucksack ein halbes Jahr lang auf Herz und Nieren testen sollen. Bis 9. Dezember kann man sich darauf bewerben, dann werden zwei Tester ausgelost, die das Produkt zur Verfügung gestellt bekommen. Mit den daraus resultierenden Rückmeldungen legen Peter Kasper und Martin Mathies beim Rucksack nochmal Hand an und nehmen Verbesserungen vor, sodass der Rucksack bis Herbst/ Winter 2024 optimiert und marktfähig ist und somit in den Verkauf gehen kann. VN/JUN

