Erster behindertengerechter Spielplatz eröffnet

In den letzten Wochen und Monaten ist beim Schulheim Mäder ein neues, behindertengerechtes Spiel- und Bewegungsangebot entstanden.
Mäder Der Trägerverein im Schulheim Mäder, der Arbeitskreis für körperbehinderte Kinder, hat über den Sommer einen behindertengerechten Spielplatz realisiert. Investiert wurde dabei in zahlreiche Spielgeräte, in Beschattung und in die Begrünung der bestehenden Flächen.

Kein einziger behindertengerechter Spielplatz in Vorarlberg
Dabei gab es laut Schulheim-Direktorin Maria Bauer-Debois bisher keinen einzigen behindertengerechten Spielplatz in ganz Vorarlberg. Daher wurde beim Schulheim in Mäder nun ein Spielangebot entwickelt, welches für Kinder im Rollstuhl oder für schwer mehrfach behinderte Kinder geeignet ist. Somit standen bei der Konzeption des neuen Spielplatzes natürlich die besonderen Bedürfnisse der Kinder mit Körper- und Schwermehrfachbehinderung im Vordergrund.

Spielgeräte auch von Rollstuhlfahrern nutzbar
Rund 100.000 Euro hat der Trägerverein in die Adaptierung des Spiel- und Bewegungsraumes am Schulheim Mäder investiert und den Kindern stehen nun ein Karussell, eine Wippe und eine Schaukel zur Verfügung, die auch von Rollstuhlfahrern benutzt werden können. Auch der Sandkasten, das Wasserspiel oder der Matschtisch sind barrierefrei erreichbar, womit die Kinder im Rollstuhl problemlos heranfahren und mit Sand, Steinen oder Wasser spielen können. Acht neu gepflanzte Bäume, Bewegungsparcours, Hängematten, neue Sitzgelegenheiten, ein Naschgarten und eine großzügige Beschattung runden das Angebot ab.

Feierliche Weihe durch Bischof Benno Elbs
Kürzlich konnte der neue Spielgarten nun im Beisein von Mäders Vizebürgermeister Rainer Gögele, Vertretern aus Politik, den ausführenden Firmen sowie zahlreicher Gönnern seiner Bestimmung übergeben werden und Bischof Benno Elbs weihte den Platz zum Abschluss der Feierlichkeiten ein. Neben dem neuen Spiel- und Bewegungsangebot für die Kinder verfolgt das Team im Schulheim damit aber auch noch ein anderes Ziel: das Projekt soll Ideengeber für Gemeinden, Kindergärten und Wohnbauträger sein, um zu zeigen, wie einfach barrierefreie, inklusionsfreundliche Spielplätze gestaltet werden können. MIMA
