Regengarten mit Mehrwert für Schüler und die Umwelt

Modellhaftes Projekt am Pausenhof der Mittelschule Oberau eröffnet.
FELDKIRCH Am Dienstag wurde am Pausenhof der Mittelschule Oberau der erste „Regengarten“ in der Region eröffnet. Dieses Projekt soll die Aufenthaltsqualität für die Schulkinder erhöhen und dem Klimawandel entgegenwirken. In drei Garteninseln, bei denen es sich um begrünte Mulden handelt, kann Regenwasser verdunsten und versickern, was sich positiv auf die Umwelt auswirkt.

“Das Stichwort des heutigen Tags lautet Klimawandelanpassung. Unser neuer Regengarten ist ein Pionierprojekt und soll als Vorzeigebeispiel dienen“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Matt. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken und als Region auch zukünftig klimafit zu sein, brauche es viele kleine Schritte.
Seit zwei Jahren ist die Stadt Feldkirch gemeinsam mit anderen Gemeinden der Regio Vorderland-Feldkirch eine „KLAR!“, eine Klimawandel-Anpassungsmodell-Region. Die Kooperation anerkennt die Tatsache, dass der Klimawandel und seine Auswirkungen auf das tägliche Leben nicht an Gemeindegrenzen halt machen. “Mit unseren Partnern in der Region setzen wir verschiedenste Maßnahmen zur Klimawandelanpassung um, der Regengarten ist dafür nur ein Beispiel”, so Matt.

Beispielhaftes Projekt
KLAR!-Managerin Christa Mengl nutzte die Gelegenheit, um die Vorteile eines Regengartens hervorzuheben: “Regengärten sind begrünte Mulden, in denen Wasser langsam versickern kann. Eine solche Grünfläche kann bis zu 30 Prozent mehr Wasser aufnehmen als gewöhnlicher Rasen und bietet Tieren ein Zuhause. Die zusätzlich gepflanzten Bäume werden einmal Schatten spenden und wirken wie eine Klimaanlage”, erklärte die Regionsmanagerin. Gerade in Hinblick auf immer längere Hitzeperioden gefolgt von Starkregenereignissen gewinnen solche Flächen enorm an Bedeutung. Für die KLAR!-Region gibt es einen Leitfaden für die Umsetzung eines Regengartens. Der jetzt umgesetzte Regengarten sei erst ein erster Schritt und könne als Beispiel für andere Gemeinden der Region dienen.

Abschließend betonte Direktor Gerold Zangerl, dass sich die Mittelschule und vor allem die Schülerinnen und Schüler über den neu gestalteten Pausenhof freuen:
„Der Regengarten bietet einen Mehrwert für die Schulkinder, erst recht, wenn noch die Sitzgelegenheiten hinzukommen.“ Der derzeit etwas karg wirkende Regengarten werde noch blühen und auch optisch Freude bereiten.
Zu den Gästen der Eröffnung des Regengartens zählten die Landtagsabgeordnete Andrea Kerbleder, Vizebürgermeister Daniel Allgäuer, Stadtrat Wolfgang Flach, Katharina Wöß-Krall von der Regio Vorderland-Feldkirch sowie Christina Connert und Karoline Schirmer von der Stadt Feldkirch. Ein besonders großes Dankeschön ging an den Chor der Mittelschule Oberau unter der Leitung von Susanne Klammsteiner, der die Eröffnung des Regengartens mit den passenden Worten „Jeder noch so kleine Schritt bringt Veränderungen mit“ begleitete. Der Regengarten ist eine Maßnahme im Rahmen der KLAR! Vorderland-Feldkirch und wird durch den Klima- und Energiefonds gefördert.

