Feldkircher Handballklub braucht dringend neue Funktionäre

Langzeit-Vorstandsduo Günther Schörkhuber und Thomas Kornexl hängen noch ein Jahr dran, dann ist Schluss.
FELDKIRCH „Es wird mit Saisonschluss im April/Mai nächsten Jahres sicher ein Ende des Vereins haben, wenn sich keine neuen Vorstandsmitglieder finden“, diese harten Worte fand Günther Schörkhuber, Präsident Handballclub BW Feldkirch, bei der ordentlichen Jahreshauptversammlung vor wenigen Tagen im Foyer in der Feldkircher Reichenfeldhalle.
Seit vielen Jahren führt das Duo Günther Schörkhuber und Thomas Kornexl den Traditionsverein aus der Montfortstadt. Bei der Versammlung gaben die beiden ehrenamtlichen Langzeitfunktionäre Schörkhuber und Kornexl eigentlich ihren Rücktritt zuerst bekannt. Allerdings werden sie bis zum Oktober 2024 nochmals notgedrungen den Handballverein Feldkirch weiterführen. Die Suche nach einem geeigneten neuen Ausschuss mit vielen Gesprächen blieb bislang erfolgslos.

Mindestens vier neue Vorstandsmitglieder müssen im größten geführten ehrenamtlichen Handballverein Österreichs künftig die erforderliche Arbeit verrichten. Schon im April/Mai 2024 müssen die Mannschaftsmeldungen für die Saison 2024/2025 an die landesweiten und nationalen Verbände entsendet werden. Ein Jahrzehnt ist Günther Schörkhuber in den verschiedensten Bereichen im Vorstand von HC BW Feldkirch schon tätig.
„Wir sind momentan total überfordert und die Situation ist sehr unbefriedigend. Uns fehlt einfach die Mithilfe von neuen Funktionären. Es sind viel zu viele Aufgaben noch offen. So geht es nicht mehr weiter. Die Anforderungen werden immer noch höher“, so Schörkhuber. Vor allem die Ansuchen für finanzielle Fördermittel werden für den Verein immer noch problematischer. „Bei solch großem Aufwand ist das Ehrenamt nicht mehr zu stemmen. Es muss eine Lösung her. Sportlich und finanziell steht der Klub aber gut da. Für mich ist der Handballklub schon jahrzehntelang eine zweite Heimat“, so Thomas Kornexl.

Dieses Vereinsjahr gilt als Übergangslösung. Allerdings hat sich der Feldkircher Sportverein in den letzten Jahren gut entwickelt und es wurden im Breiten- und Spitzensport neue Strukturen für die Zukunft geschaffen. Das Vereinsbudget vom Feldkircher Handballclub beträgt schon 236.000 Euro. Die Ausgaben sind in den letzten zwölf Monaten durch die Teuerung um 40 Prozent massiv gestiegen. Mit den Vorarlberger Kraftwerken konnte ein neuer Sponsor an Land gezogen werden. Mit mehreren kleineren Unterstützern stehen die Verhandlungen kurz vor einem positiven Abschluss. Sportlich? Der neuformierte Kader der Frauen Kampfmannschaft ist viel zu klein. Erstmals spielt Feldkirchs Handballteam in der Women Liga Austria ohne eine Legionärin, sechs Neuzugänge wurden verpflichtet. Trotzdem wollen Nikolina Todorovic und Co. nichts mit dem Abstieg zu tun haben.
Neben Feldkirchs Sportstadträtin Nathalie Koch, Feldkirch Sportreferent Clemens Wilfinger, Sparkasse Feldkirch Marketing-Leiter Wolfgang Ender und HC BW Feldkirch Ehrenmitglied Hans Kornexl ließen sich viele Aktive die Versammlung nicht entgehen. VN-TK