Diese Volksschule stellt nach 300 Jahren den Betrieb ein

Die Schüler müssen als Folge eine drei Kilometer entfernte Volksschule besuchen und hätten dadurch ab Herbst einen 30 Minuten langen Fußweg vor sich.
Nach 300 Jahren stellt die Volksschule ihren Betrieb ein. Die Kinder werden künftig die Volksschule im drei Kilometer entfernten Ort besuchen. Dies ist eine Konsequenz des akuten Lehrermangels und der begrenzten Ressourcen im Bildungswesen.
Rebekka Drechsel, Vertreterin des Elternvereins Hirschegg, unterstrich die Schwierigkeit, aufgrund der geografischen Lage im Kleinwalsertal geeignetes Lehrpersonal zu finden. „Die schwankenden Kinderzahlen, Platzmangel bzw. leerstehende Räume in den jeweiligen Schulgebäuden sowie die generelle Ressourcenknappheit und der akute Lehrermangel sind die Hauptgründe für diese Entscheidung.“ Sie wies auf konkrete Probleme hin, die sich im letzten Schuljahr in Hirschegg ergaben, wie etwa den Ausfall des Religionsunterrichts aufgrund fehlender Lehrkräfte.

Auf politischer Ebene wurde entschieden, dass die derzeit 36 Volksschulkinder von Hirschegg zukünftig die Volksschule in Mittelberg besuchen werden. Damit geht Hirschegg nach 300 Jahren sein eigener Schulstandort verloren.

„Die Entscheidung für diesen Schritt war keine leichte. Dennoch haben wir uns nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, die Bildungseinrichtungen der Gemeinden Mittelberg und Hirschegg zu fusionieren. Dadurch können wir den Betrieb in gewohnter Qualität gewährleisten“, erklärt Bürgermeister Andi Haid.

„Die betroffenen Kinder haben aufgrund der Umstellung einen längeren Schul- bzw. Kindergartenweg von drei Kilometern vor sich. Allerdings ist geplant, diese Strecke mithilfe von Bussen gut zu bewältigen“, erklärte Drechsel. Diese Distanz wäre in einer Gehzeit von etwa dreißig Minuten zurücklegbar.
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Insgesamt sind etwa 150 Kinder von dieser Umstellung betroffen, die momentan die Volksschulen und Kindergärten in Mittelberg und Hirschegg besuchen.
Andi Haid und Rebekka Drechsel betonten jedoch, dass das Schulgebäude in Hirschegg weiterhin zu Bildungszwecken genutzt wird. „Es soll zu einem Kindergarten umfunktioniert werden, in dem die Kindergartenkinder von Mittelberg und Hirschegg gemeinsam Platz finden sollen.“
Bereits seit zwei Jahren nutzen einige Kindergartenkinder aus Mittelberg einen Raum in Hirschegg, um den Platzmangel in Mittelberg zu kompensieren.
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In Zukunft werden alle drei Kindergartengruppen beider Ortschaften im ehemaligen Volksschulgebäude betreut, während die Schulkinder von Hirschegg und Mittelberg im Schulgebäude in Mittelberg zusammengeführt werden. Dies gewährleistet eine effiziente Betreuung der jeweiligen Altersgruppen durch die Pädagogen.