Alberschwende im Radsportfieber

Heimat / 03.07.2023 • 14:45 Uhr
Zum dritten Mal war Alberschwende das Etappenziel der Österreich-Radrundfahrt. <span class="copyright">STP/10</span>
Zum dritten Mal war Alberschwende das Etappenziel der Österreich-Radrundfahrt. STP/10

Während der Tour of Austria begeisterte Alberschwende erneut als engagierter Gastgeber.

Alberschwende Schon zweimal wählten die Organisatoren der Tour of Austria Alberschwende als Etappenziel der Österreich-Radrundfahrt. Offensichtlich hat sich die Erinnerung an die attraktive Streckenführung und die mitreißende Stimmung auf dem Alberschwender Dorfplatz so tief eingeprägt, dass sie heuer eine Wiederholung ins Auge fassten und die Radsportler erneut zweimal durch das Tor zum Bregenzerwald jagten.

Schrecksekunde für Fahrer und Zuschauer: Auf dem Dorfplatz kam ein Fahrer des UAE-Teams zu Sturz (Bildmitte). Nachfolgende wichen akrobatisch aus und auch der Gestürzte konnte weiterfahren.
Schrecksekunde für Fahrer und Zuschauer: Auf dem Dorfplatz kam ein Fahrer des UAE-Teams zu Sturz (Bildmitte). Nachfolgende wichen akrobatisch aus und auch der Gestürzte konnte weiterfahren.

Die Leidenschaft der Radsportfreunde

Gelohnt hat es sich für Organisatoren und Weltklasse-Radsportler in jedem Fall, denn die vielen Radsportfreunde bewiesen sich als begeistertes und sportlich faires Publikum: Dicht gedrängt und hautnah am Geschehen applaudierten sie nicht nur den Spitzenfahrern, sondern harrten bis zum Schluss aus, um auch den letzten Nachzügler des 133-köpfigen Feldes mit Beifall zu begeistern.

Als Draufgabe zu den Radtagen „Into the Wold“ kam Organisator Matthias Köb mit einer Gruppe zum Tour-of-Austria-Event.
Als Draufgabe zu den Radtagen „Into the Wold“ kam Organisator Matthias Köb mit einer Gruppe zum Tour-of-Austria-Event.

Wie Tourdirektor Thomas Kofler im Vorfeld betonte, dass eine derartige Veranstaltung nur mit dem Rückhalt der Behörden, Sponsoren und Bevölkerung machbar ist, lieferten ihm die Radsportfans in der Alberschwender Fanzone eine eindrucksvolle Antwort: Sie unterstützten die Mega-Veranstaltung Tour of Austria mit Begeisterung und in großer Zahl.

Mit einer Einradshow schloss die Volksschule Müselbach die gelungene Veranstaltung in der Alberschwender Fanzone ab.
Mit einer Einradshow schloss die Volksschule Müselbach die gelungene Veranstaltung in der Alberschwender Fanzone ab.

Kofler erhielt auch Unterstützung von Matthias Köb, dem Chef einer Wiener Event-Agentur, der seit einigen Jahren Radtage für Urlauber und Einheimische im Bregenzerwald organisiert. Mehr als 200 nahmen an drei Tagen teil – eine Gruppe verlängerte ihren Aufenthalt um einen Tag und begleitete ihn nach Alberschwende.

Auch für die Kids von Tanzeck war es ein großer, aufregender Tag. Pia, Marleen, Lara und Luisa hatten sich die Stärkung nach dem Auftritt redlich verdient.
Auch für die Kids von Tanzeck war es ein großer, aufregender Tag. Pia, Marleen, Lara und Luisa hatten sich die Stärkung nach dem Auftritt redlich verdient.

Eine einladende Ouvertüre

Unter der Moderation von Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann bot die Veranstaltung auf dem Dorfplatz auch eine attraktive und interessante Einführung in die Sommerserie Käsklatsch, die am 20. Juli beginnt. Den Auftakt bildete traditionell der Musikverein Alberschwende, der anscheinend auch Petrus gnädig stimmen konnte: Nach Regenschauern bis kurz vor Beginn verbesserte sich das Wetter kontinuierlich, und zur zweiten Durchfahrt des Tour-Trosses brach sogar die Sonne durch die auflockernden Wolken.

Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann gratulierte Direktorin Yvonne Gunz und ihrem Vorgänger Richard Fuchs zum 20-Jahr-Jubiläum der Einrad-Truppe.
Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann gratulierte Direktorin Yvonne Gunz und ihrem Vorgänger Richard Fuchs zum 20-Jahr-Jubiläum der Einrad-Truppe.

Freude an Bewegung und Tanz

Um die Wartezeit auf die Radsportler zu überbrücken, unterhielt die Tanzgruppe Tanzeck das zahlreiche Publikum, und zum Abschluss begeisterte die Volksschule Müselbach mit einer Einradshow. Tanzeck wurde vor einigen Jahren von Izabella Barbosa-Baginska, einer Polin, die seit sieben Jahren in Vorarlberg lebt, gegründet. Heute betreut sie mit ihren Mitstreiterinnen rund 300 Tanzbegeisterte. In Alberschwende traten davon etwa 70 Kinder im Alter von 7 bis 16 Jahren auf.

Mehrere Gruppen von Tanzeck begeisterten mit ihren Darbietungen das zahlreiche Publikum.
Mehrere Gruppen von Tanzeck begeisterten mit ihren Darbietungen das zahlreiche Publikum.

Einradsport seit zwei Jahrzehnten

Die Kinder der Volksschule Müselbach begeisterten mit ihrer artistischen Show. Die Einradgruppe wurde vom damaligen Direktor Richard Fuchs ins Leben gerufen. Bei dem Radlerfest zeigte er sich erfreut, dass seine Nachfolgerin Yvonne Gunz diese Tradition erfolgreich fortsetzt. STP

Wenn in Alberschwende ein Fest steigt, ist der Musikverein in der ersten Reihe und sorgt für Stimmung und Unterhaltung.
Wenn in Alberschwende ein Fest steigt, ist der Musikverein in der ersten Reihe und sorgt für Stimmung und Unterhaltung.

Umfrage: Wie fanden die Besucherinnen und Besucher das Event in Alberschwende?

Matthias Köb organisierte unter dem Motto „Into the Wold“ Radtage und kam zu deren Abschluss nach Alberschwende.<em> „Schade, dass das Wetter am Morgen wenig einladend war und deshalb viele der Teilnehmer abreisten. Jene, die optimistisch waren, wurden mit einem besonderen Erlebnis hautnah am Tour-Geschehen belohnt.“</em>
Matthias Köb organisierte unter dem Motto „Into the Wold“ Radtage und kam zu deren Abschluss nach Alberschwende. „Schade, dass das Wetter am Morgen wenig einladend war und deshalb viele der Teilnehmer abreisten. Jene, die optimistisch waren, wurden mit einem besonderen Erlebnis hautnah am Tour-Geschehen belohnt.“
Jürgen Leissing aus Alberschwende hat eine „familiäre Beziehung“ zum Radrennsport. <em>„Bei der Tour 2010 und 2011 ist ein Verwandter von mir – Christoph Sokol – mitgefahren. Inzwischen hat er seine Karriere zwar beendet, trotzdem ist es Ehrensache, dass ich auch heuer zu diesem Spektakel gekommen bin.“</em>
Jürgen Leissing aus Alberschwende hat eine „familiäre Beziehung“ zum Radrennsport. „Bei der Tour 2010 und 2011 ist ein Verwandter von mir – Christoph Sokol – mitgefahren. Inzwischen hat er seine Karriere zwar beendet, trotzdem ist es Ehrensache, dass ich auch heuer zu diesem Spektakel gekommen bin.“
Otto Maldoner wohnt an der Rennstrecke, da versteht es sich von selbst, dass er sich die Tour nicht entgehen lässt. <em>„Ganz ehrlich, bei der ersten Durchfahrt ging mir das alles viel zu schnell, deshalb bin ich für die zweite Runde aus dem Zentrum hinausgegangen, wo ich die Rennfahrer länger sehen konnte – es war ein imposantes Bild.“</em>
Otto Maldoner wohnt an der Rennstrecke, da versteht es sich von selbst, dass er sich die Tour nicht entgehen lässt. „Ganz ehrlich, bei der ersten Durchfahrt ging mir das alles viel zu schnell, deshalb bin ich für die zweite Runde aus dem Zentrum hinausgegangen, wo ich die Rennfahrer länger sehen konnte – es war ein imposantes Bild.“