Wenn der Radlertag gut anfängt

Heidi Emmert entfernt vorbildlich die Pferdeäpfel. hab
Heidi Emmert möchte ein Vorbild sein und reitet nur mit Schaufel und Säckchen im Gepäck.
REGION Die Sonne lacht vom Himmel, es ist noch kühl am Morgen, ideal für einen „Radlertag“. Vorarlberg ist gut ausgestattet mit Radwegen, daher eine Route ausgedacht und los. Die ersten Kilometer versprechen schon einen schönen Tag, bis plötzlich, nach einer Kurve, eine großer, dunkler Haufen auf dem Fahrradweg liegt, die Hinterlassenschaften eines Pferdes!
Hundehalter, wenn auch nicht immer, sammeln die „Produkte“ ihrer Vierbeiner ein, Reiter lassen die Erzeugnisse ihrer Lieblinge fast immer einfach liegen, und da stellt sich die Frage: „Muss das so sein?“ Einer, dem diese Vorgangsweise schon lange Nerven kostet, selbst ein begeisterter Westernreiter, Lothar Stroppa: „Ich möchte alle Reitkollegen bitten, im Sinne eines konfliktfreien Zusammenlebens die Pferdehaufen, die ihre Lieblinge auf Wegen und Straßen, vor Hauseinfahrten, entlang von Gartenmauern und auf Gehsteigen fallen lassen, so wie ich es tue, entfernen. Auf Wegen, die an landwirtschaftlichen oder bewaldeten Flächen vorbeiführen, können Haufen in diese entsorgt werden. Sie sind ja, im Gegensatz zum Hundekot, nicht giftig. Zu diesem Zweck führe ich immer eine Schaufel und ein Säckchen mit mir mit.“

Diese Hinweistafeln wurden von Lothar Stroppa an Reitwegen angebracht.
Es sind aber nicht nur diese Probleme, die Stroppa bewegen, er hat, um ein konfliktfreies Zusammenleben zwischen Reiter, Radfahrer und Fußgänger zu gewährleisten, eine sehr sinnvolle Reitordnung entwickelt, die sicher zwischen den Verantwortlichen diskussionswürdig wäre. So geht es beispielsweise darum, wo der Reitsport ausgeübt werden kann oder um die Einführung einer Nummerntafel am Kopfgestell, die eine Erkennung erleichtern und zum Beispiel auch auf eine verpflichtende Haftpflicht-Versicherung hinweist. Dazu ein Entgelt für die Benutzung von Forstwegen, weiters auch verpflichtende Reitregeln, wie die Sicherheitsabstände bei den verschiedenen Gangarten, natürlich auch im Wald die Schonung des Wildes, dass auch nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr geritten werden darf und dass eben auch die „Pferdeäpfel“, die übrigens früher gerne als Rosendünger benutzt wurden, entfernt werden.
Gern hätte er natürlich auch: „Man könnte bei der Neutrassierung von Radwegen, dort wo es möglich ist, neben dem Radweg auch einen 60-80 Zentimeter breiten unbefestigten Reitweg anlegen. Wir wünschen uns, dass auch verschiedene Forstwege auch für die Reiter freigegeben werden, die Weg- und Grundbesitzer aus jeglicher Verantwortung enthoben werden und die Benutzung für uns auf eigene Gefahr gestattet wird, wie es z.B. in Niederösterreich gehandhabt wird.“
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Er hat auch schon an Reitwegen Hinweistafeln für ein konfliktfreies Miteinander aufgestellt, dazu kann man noch anführen, dass das Reiten längst keine Sache mehr einer gehobenen Klasse ist, viele Kinder, Jugendliche und auch beruflich gestresste Erwachsene genießen diesen Sport und stellen auch einen nicht unwesentlichen wirtschaftlichen Faktor für die damit beschäftigten Berufsgruppen dar. HAB