Andelsbuch setzt auf Fahrradkultur

Heimat / 25.06.2023 • 08:00 Uhr
Bei der Radparade in Andelsbuch wurde fleißig in die Pedale getreten.
Bei der Radparade in Andelsbuch wurde fleißig in die Pedale getreten.

Die Radparade in Andelsbuch, Höhepunkt der Vorarlberger Umweltwoche, wurde zu einem Umweltmonat erweitert.

Andelsbuch Die Radparade, Herzstück der Vorarlberger Umweltwoche, wurde in Andelsbuch sogar zu einem ganzen Umweltmonat ausgebaut. „In diesem Monat wird der Kirchplatz zehn Tage autofrei sein und wieder als sozialer Treffpunkt genutzt werden“, erklärte Michael Jäger vom Andelsbucher E5 Team bei der Veranstaltung.

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Vom E-Bike bis zum Rad mit Anhänger war alles dabei.
Vom E-Bike bis zum Rad mit Anhänger war alles dabei.

Ein fröhlicher Fahrradtross

Beim Fahrradkorso der Radparade, der auf dem Kirchplatz startete, postierte sich an der Spitze der Musikverein Harmonie, der die Fahrradfahrer mit peppigem Sound begleitete. Der fröhliche Tross fuhr auf dem Radweg Richtung Schoppernau, passierte das Andelsbucher Ei, schwenkte beim Kreisverkehr auf die L200 durch den Andelsbuch-Bühel-Tunnel und schlängelte sich durch die Wiesen und Häuser der Andelsbucher Weiler zurück auf den Kirchplatz.

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Bei der Hitze war eine kühle Erfrischung dringend notwendig.
Bei der Hitze war eine kühle Erfrischung dringend notwendig.

Dort wurden die Radelnden mit kühlen Getränken versorgt. Die Kinder vergnügten sich auf dem Radparcour, oder sie traten zur Verleihung des Radiuspreises an. Die beiden Mechaniker Jodok Bär und Ludwig Winkel kümmerten sich derweil um die Wartung der Velos.

Zahlreiche Menschen kamen nach Andelsbuch um, um an der Fahrradparade teilzunehmen.
Zahlreiche Menschen kamen nach Andelsbuch um, um an der Fahrradparade teilzunehmen.
Fahrradmechaniker sind während der Veranstaltung im Einsatz, um kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten durchzuführen.
Fahrradmechaniker sind während der Veranstaltung im Einsatz, um kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten durchzuführen.

„Dem Fahrrad gehört die Zukunft“

Für Tanja Bergmann-Jäger ist die Parade eine hervorragende Initiative: Sie nutzt ihr E-Bike mit Anhänger zum Einkaufen. „Mehr Fahrradwege und Parkplätze“, fordert sie. Anna und Anton Sutterlüty nahmen mit ihren Kindern an der Parade teil. Früher transportierten sie die Kinder im Fahrradanhänger. Heute fahren die Kinder selber. Anton kombiniert Bus und Klappfahrrad bei der Arbeit. “Die öffentlichen Verkehrsmittel sind im ‘Wald’ gut ausgebaut und ermöglichen ein problemloses Pendeln”, betont er. Und Anna meint, dass sie heuer nur noch in Bus- und Bahnfahrplänen denke. Im Gegensatz zur Steiermark, wo sie herkommt, sei der öffentliche Verkehr in Vorarlberg deutlich besser ausgebaut.

Schnell wurden die Fahrräder gecheckt und repariert.
Schnell wurden die Fahrräder gecheckt und repariert.
Auch die kleinen Teilnehmer hatten viel Spaß bei der Parade.
Auch die kleinen Teilnehmer hatten viel Spaß bei der Parade.

Hubert Gmeiner nutzt das Fahrrad vornehmlich als Sportgerät. Täglich legt er etwa 100 Kilometer auf dem Radweg in den Hinteren Bregenzerwald von Egg nach Schoppernau zurück, eine Strecke, die er als hervorragend bezeichnet. Er hofft, dass sich die Situation ins Rheintal bald verbessert. Er begrüßt den Achtalradweg, obwohl dessen Finanzierung eine Herausforderung darstellt. Außerdem appelliert er an Autofahrer, mehr Rücksicht zu nehmen und Geschwindigkeitsüberschreitungen zu vermeiden. Besonders die Straße von Egg nach Alberschwende hält er für gefährlich. “Dem Radfahren gehört die Zukunft”, davon ist er jedoch überzeugt. VHA