Zwei Kraftwerke in einem Jahr: Au setzt neue Rekorde in der Energieerzeugung

Bei einer feierlichen Eröffnungszeremonie in Au wurde das neue Kleinkraftwerk Au-Dürrenbach eingeweiht.
Au „Das ist ein absoluter Rekord“, freute sich der Auer Bürgermeister Andreas Simma bei der offiziellen Eröffnungsfeier des Kleinkraftwerks Au-Dürrenbach, denn bereits im Herbst 2022 konnte am anderen Ende der Gemeinde Au das Kleinkraftwerk Au-Argenbach eröffnet werden.

“Ein kleiner, aber dennoch wichtiger Beitrag auf dem Weg zum Klimaziel”, so Landeshauptmann Markus Wallner. Es bedürfe noch gewaltiger Anstrengungen, doch solche Aktivitäten dürfe man nicht unterschätzen.

Kraftwerk und Torte
Bei der von Christof Burtscher moderierten Eröffnungsfeier hatte Vorstand Helmut Mennel, der seinen 63. Geburtstag feierte, doppelten Grund zur Freude: Er bekam zum einen ein neues Kleinkraftwerk „geschenkt“ und zum anderen von Landeshauptmann Wallner eine Geburtstagstorte – ebenfalls im Kleinformat.

Nach technischen Erläuterungen des Projekts durch Mennel und Projektleiter Harald Feldkircher, bat Pfarrer Georg Willam um Gottes Segen für das Projekt und äußerte seine Gedanken zum Thema Wasser.

Zum Abschluss des Festakts lud man zur Besichtigung des Krafthauses ein – per Shuttle konnten die Gäste zudem das „große Bruder“ Kraftwerk Argenbach besichtigen.

Eine lange Tradition
Stromerzeugung, so der Gemeindechef, habe in Au lange Tradition. Erstmals zur Stromerzeugung genutzt wurde der Argenbach schon Ende des 19. Jahrhunderts und um 1900 wurde der Vorgänger des heutigen Kraftwerks als damals eines der größten seiner Art in Betrieb genommen. 1983 haben die VKW dieses private Kraftwerk übernommen und jetzt durch das neue Werk ersetzt.

Massive Adaptierungen
Zur Eröffnungsfeier war auch einen besonderen Ehrengast geladen: Gerhard Prenner, viele Jahre Chef der Wildbach- und Lawinenverbauung, zwar seit knapp zwei Jahren in Pension, bei der Planung des Dürrenbach-Kraftwerks aber noch federführend in die Begleitmaßnahmen eingebunden. Im Zuge der Wasserfassung mussten nämlich massive Adaptierungen an der Geschiebesperre vorgenommen werden. Dadurch wurde auch die Hochwassersicherheit des „wilden Gesellen“ weiter verbessert, freut sich Simma. STP