In Feldkirch ist Natur, Umwelt und Klima nun unter einem Dach

Zehn Organisationen aus dem Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sind jetzt im “Haus am Katzenturm” an einer Adresse zu finden.
FELDKIRCH Mit einem bunten Fest und zahlreichen Besuchern eröffnete am Freitag, den 16. Juni, nachmittags das neue „Haus am Katzenturm“ in Feldkirch. Das Haus und der gleichlautende Dachverband von zehn Vorarlberger Organisationen aus dem Umwelt-, Natur- und Klimaschutz stellten sich den Besuchern und politischen Ehrengästen vor.
Im „Haus am Katzenturm“ sind ab sofort der Alpenverein Vorarlberg, Bio Vorarlberg, Bodenfreiheit, CIPRA Lab, inatura, Klimabündnis Vorarlberg, Naturschutzbund Vorarlberg, Naturwacht Vorarlberg, Obst- und Gartenkultur Vorarlberg und die Südwind Agentur unter einem Dach vereint. Dr. Jutta Gnaiger, die als Eigentümerin dem Dachverband das Haus zu günstigen Konditionen bereitstellt, sprach von einem „nachhaltigen Widmungswechsel“, der der Geschichte des Hauses gerecht werde.

Leistbar an zentraler Stelle
Als Obmann des neuen Dachverbands „Haus am Katzenturm“ begrüßte Martin Strele vom Verein Bodenfreiheit sowohl Nachbarn als auch Vertreter der Stadt Feldkirch, der katholischen Kirche, Gäste aus ganz Vorarlberg und Vertreter diverser Bundesorganisationen. „Wir freuen uns, Organisationen, die mit viel ehrenamtlichem Engagement und ohne große Budgets arbeiten, durch den Zusammenschluss einen gut ausgestatteten, leistbaren und prominenten Ort zu geben“, betonte Strele.

„In Zeiten multipler Krisen ist das zivilgesellschaftliche Engagement von höchster Bedeutung und unterstützt die Politik. Die Politik braucht euch, um gemeinsam die Schöpfungsverantwortung wahrzunehmen. Nur gemeinsam können wir die Zukunft lebenswert gestalten“, erklärte Umweltlandesrat Daniel Zadra. „Politik sind wir alle, auch die Gesellschaft“, hob Landtagspräsident Harald Sonderegger hervor, und forderte auf, die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu bewältigen.

Gemeinsames Band geknüpft
Bei der offiziellen Eröffnung wurde kein Band durchschnitten, sondern gemeinsam eines geknüpft, was das Ziel der Organisationen symbolisiert, ihre Kräfte zu bündeln. Bischofsvikar Rudolf Bischof segnete das Haus für die neuen Aufgaben und sprach von einer „Schicksalsgemeinschaft“. Der Mensch dürfe das Gleichgewicht der Natur nicht zerstören und müsse sie schützen, sonst werde er aus dem Paradies verbannt.

Im Anschluss an die Eröffnungsreden wurde rund um das Haus fröhlich gefeiert: Neben Kleidertausch, Ausstellung der inatura und Verpflegung durch Bio Vorarlberg konnten sich Kinder an selbstgemachten Bodenprofilen und an Experimenten mit Wasser versuchen. Für stimmungsvolle musikalische Unterhaltung sorgte “Mona Ida”.

Zu den zahlreichen Gästen auf der Eröffnungsfeier zählten auch Marina Fischer von der Regio im Walgau, Christoph Kirchengast von der Regio Vorderland-Feldkirch sowie Daniel Leissing vom Regionsmanagement Europaschutzgebiete.









