Große Personalrochaden von der Bürgermeisterin abwärts in Alberschwende

Alberschwende steht vor bedeutenden Veränderungen: Umfassende Kirchturmsanierung und bevorstehende personelle Veränderungen in der Gemeinde.
Alberschwende Wenn man jetzt nach Alberschwende fährt und am Ende des Schwarzachtobels nach der langgezogenen Rechtskurve einen Blick auf das Ortszentrum wirft, fällt einem sofort eine bedeutende Veränderung auf: Der Turm der Pfarrkirche, der unter Wind und Wetter sichtbar gelitten hat, ist blau eingerüstet und wird in den kommenden drei bis vier Monaten gründlich aufgefrischt.

„Es wird“, erläutert Peter Winder, Mitglied des Pfarrkirchenrats, „nur der Turm saniert. Schadhafte Putzstellen werden abgetragen und neu verputzt, bzw. schon ausgebrochene Stellen ergänzt.“ Winder geht davon aus, dass die Arbeiten bis zum Herbst abgeschlossen werden können und hofft dabei einerseits auf gutes Wetter und darauf, „dass im Zuge der Arbeiten keine unvorhergesehenen Probleme auftreten“. Diese unvorhergesehenen Probleme könnten nicht nur zu Verzögerungen beim geplanten Abschluss der Sanierung führen, sondern auch die Kosten erhöhen.
Veränderungen nicht nur beim Ortsbild
Nicht nur das Erscheinungsbild des Ortes hat sich in Alberschwende – zumindest vorübergehend – verändert, sondern auch personelle Veränderungen in hohen und höchsten Ämtern stehen in den nächsten Tagen und Wochen bevor:

Die erste Veränderung betrifft den Gemeindearzt Dr. Guntram Hinteregger, der am 1. Juli nach 34-jähriger Tätigkeit als „Dorfdoktor“ die Wälderpraxis Alberschwende an Dr. Carmen Berti-Zambanini übergibt. Diese war schon bisher Praxisteilhaberin und kann deshalb eine nahtlose Weiterführung gewährleisten.

Nicht nur in der Humanmedizin gibt es eine Veränderung, auch Tierarzt Dr. Erich Schwarzmann verabschiedet sich in den verdienten Ruhestand. Auch hier gibt es mit der Nachfolge keine Probleme – Sohn Laurin, der in der Schweiz wertvolle Erfahrungen sammeln konnte, übernimmt. Die Übergabe verläuft reibungslos, der Neo-Pensionist geht davon aus, dass dies etwa im September abgeschlossen werden kann.

Ebenfalls im September verlässt Peter Mathei nach 28 Jahren den Pfarrhof. Der Seelsorger aus dem Montafon, der 1995 die Pfarre Alberschwende St. Martin übernahm, hält am 3. September gemeinsam mit seinem Nachfolger Anton Cobzariu den Festgottesdienst mit anschließendem Festakt im Hermann Gmeiner Saal.

Wechsel gibt es nicht nur in der Pfarrkirche, sondern auch im Gemeindeamt daneben wird es bald einen neuen „Chef“ geben. Spekuliert wird seit geraumer Zeit, dass Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann, seit Frühjahr 2013 im Amt, das Amt zurücklegen will. Gegenüber der VN-Heimat hat sie dies jetzt bestätigt: „Ja, es stimmt, ich werde noch heuer zurücktreten – einen genauen Termin dafür gibt es aber noch nicht.“ Vor ihrem Rücktritt möchte sie noch einige Angelegenheiten abschließen und für eine geordnete Nachfolge sorgen.

Nur ein Haus weiter – im der Gemeinde gehörenden Gunz-Haus – soll im Herbst ein neuer Chef einziehen, denn Caesar und Brigitte Greußing treten mit dem traditionellen Alptag Mitte September in den Ruhestand. So wie im Rathaus wird auch hier noch ein Nachfolger gesucht. STP