Wälder Senner räumten in Niederösterreich ab

Heimat / 12.06.2023 • 12:30 Uhr
Gemeinsamkeit trägt Früchte: Käsestraßen-Obmann Max Bereuter mit den Gewinnern. <span class="copyright">STP/4</span>
Gemeinsamkeit trägt Früchte: Käsestraßen-Obmann Max Bereuter mit den Gewinnern. STP/4

Drei goldene Kasermandl gehen heuer an Senner aus dem Bregenzerwald.

BREGENZERWALD, Wieselburg Seit mehr als 20 Jahren werden in der Stadtgemeinde Wieselburg in Niederösterreich Milchprodukte ausgezeichnet. Begonnen hat es mit der Prämierung von Käse, wobei für die Besten neben Medaillen auch jährlich das begehrte Kasermandl vergeben wird. Im Laufe der Zeit kamen mehr und mehr Produkte von Butter bis Joghurt dazu, so dass heuer insgesamt 13 Kategorien bewertet wurden.

Die prämierten Käse werden zu Köstlichkeiten, wie diese feine Käseplatte des Käsekeller Lingenau. <span class="copyright">AFP/2</span><span class="copyright"></span><span class="copyright"> </span>
Die prämierten Käse werden zu Köstlichkeiten, wie diese feine Käseplatte des Käsekeller Lingenau. AFP/2

Erfolg von 2022 noch getoppt

Als Königsklasse stehen nach wie vor die klassischen Käseprodukte im Mittelpunkt und ebenso traditionell schneiden die Bregenzerwälder Sennerinnen und Senner in diesen Kategorien überaus erfolgreich ab. Für insgesamt 36 Vorarlberger Betriebe gab es Medaillen, 24 erreichten mindestens eine Goldmedaille. Von den 14 Kasermandl gingen gleich fünf ins Ländle. Mit insgesamt 118 Medaillen übertrafen die Vorarlberger Produzenten das stolze Ergebnis von 92 Medaillen noch einmal deutlich.

Hinter Glas und dennoch gut sichtbar lagern im Käsekeller Lingenau hier 10.000 Laibe.
Hinter Glas und dennoch gut sichtbar lagern im Käsekeller Lingenau hier 10.000 Laibe.

Käse bleibt Wälder Domäne

Der Löwenanteil am Goldregen entfällt einmal mehr auf Sennerinnen und Senner aus dem Bregenzerwald. „Mitglieder der Käsestraße“, so listet deren Obmann Max Bereuter stolz auf, „konnten insgesamt mehr als die Hälfte der Vorarlberger Medaillen ergattern. Bei den Goldmedaillen waren es sogar fast drei Viertel. Und als Krönung gab es drei von fünf Kasermandl.“

Norbert Wirth: "Nach einem Dutzend Goldenen in Schwarzenberg ist das für mich die Krönung."
Norbert Wirth: "Nach einem Dutzend Goldenen in Schwarzenberg ist das für mich die Krönung."

Kasermandl breit gestreut

Die „Wälder Kasermandl“ waren breit gestreut. Von der relativ großen Sennerei Lingenau über die kleine Sennerei Sibratsgfäll bis zur Alpsennerei Erles Finne. Dort sennt der Andelsbucher Norbert Wirth in fünfter Generation. Die meiste Zeit des Jahres bewirtschaftet er das Heimgut, im Sommer zieht er mit dem eigenen Vieh „z’Alp“. „In Schwarzenberg habe ich schon ein Dutzend goldene Auszeichnungen gewonnen, das Kasermandl ist jetzt die Krönung meiner Arbeit“, verrät er beim Fototermin im Bregenzerwälder Käsekeller.

Nilson Müller: "Die Auszeichnung in Wieselburg ist eine Bestätigung für unsere Arbeit."
Nilson Müller: "Die Auszeichnung in Wieselburg ist eine Bestätigung für unsere Arbeit."

Dorthin hatte es Nilson Müller nicht weit, denn der Meistersenn, der früher in der Sennerei Eichenberg-Lutzenreute arbeitete, leitet seit fünf Jahren das Team der Sennerei Lingenau. Dort werden jährlich rund 8,4 Millionen Kilo Milch von 78 Bauern zu Käse verarbeitet.

Herbert Baur: "Ich bin stolz, dass wir auch heuer wieder ein Kasermandl gewinnen konnten."
Herbert Baur: "Ich bin stolz, dass wir auch heuer wieder ein Kasermandl gewinnen konnten."

In der kleineren Sennerei Sibratsgfäll ist Herbert Baur mit seinem Team seit 29 Jahren tätig. Baur gelang das Kunststück, nach dem Kasermandl für Sibratsgfäller Butter im Vorjahr die Trophäe heuer für die Spezialität Bachensteiner zu erringen. STP

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